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Kommentare

  1. Die Argumente der Autorin teile ich voll.
    Vor allem für Belletristik aber auch textlastige Sachbücher ist ein E-Reader prädestiniert. Man liest solche Bücher nur einmal und sie bleiben letztendlich im Bücherregal und verstauben. Verschenken? Wer verschenkt schon alte Bücher – ich habe das nur wenige Male gemacht. Eher verkauft man alte Bücher, die lange herumgestanden haben doch letztendlich auf Flohmärkten. Für Weiterverkauf über Händler, die inzwischen auch Onlinevariante (auch Amazon bietet so etwas an) gibt, lohnt sich bei älteren Büchern kaum.

    Verleihen von Ebooks? Ja, so etwas soll in den USA teilweise möglich sein – leider in Deutschland nicht. Eigentlich dürfte das ja technisch machbar sein aber da haben wohl die vielen Autoren und Verlage zu viele Argumente dagegen. Es ist also kein prinzipielles Problem, sondern weil die Rechteinhaber es einfach nicht wollen.

    Es gibt also sehr viele Vorteile, die für Ebooks sprechen.
    Es gibt aber allerdings auch PRAKTISCHE Nachteile. Ich bin sehr enttäuscht, dass es noch keine farbigen Ebookreader gibt. Vor allem bei Lehrbüchern oder Bücher mit vielen Abbildungen wäre aber eine farbige Darstellung notwendig. Daher kaufe ich mir viele Lehrbücher noch als Printversion. Vielleicht wird die Situation in wenigen Jahren ändern. Zu wünsche wäre das, denn häufig sind Lehrbücher sehr schwer und sehr unhandlich. Diese möchte man nicht immer schleppen müssen.

    Was die Argumentation von Daniel gegen Amazon angeht, teile ich seine Meinung, dass es schade ist, dass die deutschen Verlage nicht geschafft haben, vergleichbare Distribution mit dem riesigen Angebot aufzubauen. Ich weiß nicht, ob die Leser hier es wissen. Aber Amazon hat in Deutschland nicht bei Null angefangen, sondern einen bestehenden deutschen Buchversender für viel Geld aufgekauft (habe selbst früher Bücher dort gekauft) und systematisch die Angebote erweitert. Warum haben die deutschen Großverlage den Buchversender nicht übernommen? Weil sie vielleicht konservativ gedacht haben und nicht viel Chance gesehen haben, dass der Vertrieb übers Internet erfolgreich sein könnte? Oder weil dem deutschen Buchhandel “zu gut” ging, wegen des Buchpreisbindungsgesetz?

    Ja, auch ich bin gegen Monopole und Oligopole – aber wenn wir schon darüber diskutieren, dürfen wir auch keine elektrischen Geräte mehr nutzen, kein Benzin mehr tanken, keine Suchmaschine benutzen und sogar keinen Computer mehr nutzen. Also doch so leben wie Friedensreich Hundertwasser in seinen letzten Lebensjahren?

    Es gibt in der ganzen Geschichte nur wenige Beispiele, in der mächtige Konzerne zerschlagen wurde und ich glaube kaum, dass die USA Amazon, Google, Microsoft, Intel & Co. zerschlagen werden. Genauso wird es auch in anderen Ländern mit ihren Monopolen und Oligopolen sein. Aber ich drifte vom Thema ab.

    Ein weiterer interessanter Aspekt zum Thema Ebook ist die bescheuerte Besteuerung. Die Bücher werden mit 7% besteuert. Es ist dabei egal, ob es sich um einen Roman handelt oder um ein Lehrbuch. Die Ebooks werden in Deutschland aber mit 19% besteuert! Warum? Und trotzdem sind die Ebooks günstiger – allerdings IMHO nicht günstig genug, wie sie sein sollten. Bei manchen aktuellen Romanen gibt es die Ebook-Version erst gar nicht und wenn doch, dann ist die digitale Form nicht günstiger als die gedruckte Form. Ob das vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass die Verlage die Preise diktieren? Ist das nicht auch eine Form von Monopol? Warum gibt es nur in Deutschland das Buchpreisbindungsgesetz?

    Ich bin froh, dass ich einen Kindle besitze und will ihn nicht missen – auch wenn das Gerät mehr oder weniger an Amazon gebunden ist und ich somit einen bösen Fast-Monopolisten unterstütze.

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