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Kommentare

  1. Hehe, habs vor einiger Zeit auch bekommen.
    Aber ist der negativ-Abgleich jetzt sicher? Ich mein, ich kann ja auch ein Goethe-Werk nehmen, es unter „tauri“ oder direkt meinem Namen veröffentlichen und dann sagen, wurde nur Goethe zugeschrieben…

  2. Mich wundert nur, dass niemand zu diesem vermeintlichen wirklichen Autor Richard G. Kerschhofer Kontakt aufgenommen hat und zumindest ihn mal damit konfrontiert hat…
    Und die Weltbühne-Archive muss es doch auch geben, oder?

  3. Naja, so eine große Story war es nun auch mal wieder nicht. Es stand ja schließlich nicht in der Bild-Zeitung auf Seite 1. ;)

    Auf deine Frage weiß ich leider keine Antwort.

  4. Gab wohl auch juristischen Ärger und einige Zahlungen:

    © JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. http://www.jungefreiheit.de 50/08 05. Dezember 2008

    „Tucholsky, das war schon einer“
    Coup: Ein PAZ-Autor trifft den Nerv des Zeitgeists
    Torsten Uhrhammer

    Einen ganz besonderen Coup hat kürzlich die Wochenzeitung Preußische Allgemeine Zeitung (PAZ) gelandet – besser gesagt: ihr unter dem Pseudonym Pannonicus dichtender Autor Richard G. Kerschhofer. Dieser hatte im Zuge der weltweiten Finanzkrise ein Gedicht verfaßt, das wohl den Nerv vieler traf. In rasender Geschwindigkeit – dem Internet sei Dank – fand es seinen Weg über diverse Blogs (Internettagebücher) bis auf die Seiten der Zeit und in die Studios der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.

    Der Witz dabei: Die enorme Verbreitung war nicht allein Kerschhofers Dichtkunst geschuldet. Als Katalysator diente dem Gedicht, daß es von einem Blogger fälschlich Kurt Tucholsky untergeschoben wurde. So „geadelt“ wurde Kerschhofers Gedicht nun bis hin zu den Internetseiten des verhinderten CDU-Bundestagskandidaten Oswald Metzger, aber auch der Kommunistischen Partei Österreichs interessant. Eine besondere Pikanterie übrigens, denn Kerschhofer ist Österreicher und schreibt dort vor allem für die konservative Zeitbühne und die freiheitlichen Genius-Briefe.

    Chefredakteur schaltete Anwalt ein

    Ganz hingerissen war man von dem vermeintlichen Tucholsky-Gedicht; „was der für eine Prognosekraft hatte, ja, der Tucholsky, das war schon einer“. So oder so ähnlich lautete der Tenor auf den unzähligen Internetseiten, die das Gedicht übernommen hatten – bis langsam durchsickerte: Das ist ja gar nicht Tucholsky, das ist nicht einmal links, sondern von einem gewissen Kerschhofer, der als Pannonicus bei der konservativen Preußischen Allgemeinen schreibt.

    Von da ab waren die Reaktionen geteilt. Einige linke Netzseiten nahmen das Gedicht – das eben noch gut genug war – verschämt von ihren Seiten herunter. Andere amüsierten sich über ihren „Reinfall“ und blieben bei der wohlwollenden Rezeption. Die Verbreitung mit falscher respektive ohne Quellenangabe nahm Konrad Badenheuer, Chefredakteur der PAZ, zunächst mit Humor. Doch als sein Autor Kerschhofer auf einigen Netzseiten beschimpft wurde, zudem die Quelle nicht – wie angeboten – freiwillig nachgetragen wurde, sah sich Badenheuer gezwungen, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

    Dabei geht es der PAZ nicht primär ums Geld. Bei einer sogenannten „fiktiven Lizenzzahlung“ käme man den betroffenen Medien sogar weit entgegen. Die ersten namhaften Medien sind dem Vernehmen nach bereit, auf dem Vergleichsweg einen vierstelligen Betrag zu bezahlen. Das hätten sie auch günstiger haben können.

  5. Ob es nun Tucholsky oder wer auch immer war. Das Gedicht ist einfach richtig und auch so beabsichtigt und beieindruckt sogar manche Karl Marx-Kenner. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen

  6. Inzwischen kursiert noch eine Ergänzung:
    Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
    Frech verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen – echt famos!
    Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert.
    Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus.
    Trifft’s hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken – aSoll man das System gefährden? Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat.
    Und die Spekulantenbrut, zittert jetzt um Hab und Gut! mehr mehr mehr mehr mehr. Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand.
    Für die Zechen dieser Frechen haben Andere zu blechen und-das ist dasFeine ja- nicht nur in Amerika!
    Und wenn Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen – ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur.
    Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: Dann wird bisschen Krieg gemacht.
    Und um Krieg vorzubereiten
    soll Rassismus Hass verbreiten,
    ob im Namen der Nation,
    Ismus oder Religion.
    Doch wenn viele dies erkennen,
    wie im Lied einst von John Lennon, werden wir den Frieden feiern,
    ob in Frankreich, Schweden, Bayern.

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