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Beschreibung

Hätte, könnte, wollte — Leben im Konjunktiv

Wir konnten alles werden, sind es aber nie geworden. Weil wir pragmatisch sind, Geld verdienen müssen oder uns einfach die Freiheit nehmen. Gerade Letzteres wird viel gelobt — wohl zu Recht — und ist sicher ein Privileg. Dass Freiheit auch eine Zumutung sein kann, merkt man erst, wenn man sie hat. Die Wahl zu haben, bedeutet vor allem: abzuwählen. Wer sich zwischen drei Möglichkeiten entscheidet, verpasst zwei davon. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, sich ein Leben lang zu fragen, ob man richtig entschieden hat.
In der Rede darüber, etwas zu verpassen oder verpassen zu können, spricht man im Konjunktiv. Hätte, könnte, wollte. Er hat etwas Anziehendes, Attraktives, Lebenswertes, der Konjunktiv. Es ist leichter, das Hätte-ich-doch, das Wäre-ich-nicht zu genießen, als die Gegenwart und Kontingenz der Welt zu empfinden.
Aber auch die große Frage, was werden könnte, steht im Konjunktiv. Und beschäftigt uns häufiger als die Wirklichkeit. Das kann frustrieren, macht aber auch große Ideen und Utopien möglich. Nur wer sich alle Möglichkeiten bewusst macht, kann sie auch nutzen.

Erschienen im April 2016.

Bei Bestellung außerhalb Deutschlands und Österreichs wende dich bitte per E-Mail an die Herausgeber.

Die Epilog

Mit der EPILOG blicken wir über die Gegenwart hinaus in eine unvermeidlich heranrückende Zukunft. Konkrete Phänomene unseres Alltags geben in kultur- und sozialwissenschaftlich fundierten Betrachtungen jene Entwicklungen preis, die zunächst auf eine aktuelle, aber immer auch schon auf die nächste Gesellschaft verweisen. Im Fokus der Zeitschrift liegen dabei weder eine elitäre Hochkultur – die häufig eher auf gestern denn auf morgen verweist – noch der abstrakte theoretische Diskurs selbst. Ziel ist es, den großen Wandel in den kleinen und alltäglichen Dingen zu entdecken.

Zusätzliche Information

Gewicht0.334 kg
Abmessungen24 x 16.5 x 1 cm