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Kommentare

  1. Danke für das eingebundene Video, kannte ich noch nicht, aber gefällt mir sehr gut! Seine Fragen gegen Ende sind wirklich gut. Leider kommen die im täglichen Nachrichten-Wirrwarr nicht vor.

    Ein weiteres – weitgehend totgeschwiegenes Problem – sind christliche Minderheiten auf beiden Seiten – bzw. zwischen allen Seiten! Wenn da welche sterben, interessiert es auch niemand. Es gibt nicht nur Israelis/ Juden bzw. Palästinenser/ Araber dort.

    Obwohl es Propaganda und Extremisten auf beiden Seiten gibt: es gab schon um das Jahr 2000 (Sharon-Ära) mehrfach Berichte dazu, dass in palästinensischen Schulbüchern der Name Israel nicht vorkommt bzw. das Landgebiet eben als palästinensisch/arabisch deklariert wird. Das ist insofern seltsam, weil ja viele gesellschaftliche Einrichtungen im Gaza und Westjordangebiet extern finanziert/ gefördert werden, u.a. von der UNO, EU usw.. — Warum kann man da nicht wenigstens zur Bedingung machen, dass auch die “andere Seite” Erwähnung findet? Sicher nur ein kleines Detail, dennoch wichtig aus meiner Sicht.

    Zum Verständnis beider Seiten kann vielleicht auch der “Mentalitätsansatz” etwas helfen: Israel sieht sich oft als “gnädig”/ “großmütig” an, dass sie Zivilisten vorwarnen, Häftlinge freilassen usw. also jede Aktion irgendwie als eine Art “Entgegenkommen” verstanden wollen wissen. Das ist vielfach sehr bedenklich, da es wie eine Besessenheit ist und bewusst einkalkuliert! Andererseits haben Palästinenser/ Araber eine extreme Neigung, “Schuld” immer nur bei anderen (irgendwo auf der Welt, oft Israel…) zu suchen, jedoch nie bei sich selbst.

    Ein politischer Lösungsansatz kann nur die sogenannte Zweistaatenlösung sein. Dabei ist jedoch Jerusalem der Stolperstein – nach wie vor. Solange es da keine Bewegung wegen dem Status dieser Stadt gibt, wird es kein vorankommen im politischen Prozess geben.

    Soweit meine zwei Cent.

  2. Schön animiertes und erklärtes Video – das nur leider doch wieder simplifiziert und sich auf eine Seite schlägt. In dem Falle vermutlich klar, weil Pager selbst Jude und als Verfechter der Politik Israels bekannt ist. Also ist das oben keine objektive Stellungnahme.

    Ich bin leider auch kein Experte, aber ich weiß mindestens, dass Prager den Siedlungsbau der Israelis im Westjordanland außer Acht lässt, dem Land, von dem er sagt, dass Israel es als palästinensisches Staatsgebiet anerkannt habe, dass beide Seiten, also auch Israel, bei ihren Militäroperationen Kollateralschäden in Kauf nehmen und dass Israel sich immer wieder provozieren lässt und unverhältnismäßig darauf reagiert, so dass klar ist, dass die Spirale der Gewalt niemals aufhören kann. Ja, sie haben es in den 90er Jahren versucht, sind den Palästinensern sehr entgegen gekommen. Aber vielleicht war die Stimmung da noch zu überreizt. Sie müssen es weiter versuchen.

    • Hi Jürgen, vielen Dank für deine Gedanken dazu! Bzgl. Westjordanland habe ich definitiv zu wenig Ahnung, um mich dazu qualifiziert äußern zu können.

      Aber wenn du schreibst, dass Prager “sich auf eine Seite schlägt”, würde mich bezogen auf das Video interessieren, ob er denn mit dem darin Gesagten nicht recht hat? Oder was genau darin so einseitig ist? Denn wie ich ihn verstehe, versucht er ja, zwei Seiten darzustellen, oder? (Ich wusste vor dem Video nicht, dass Prager Jude ist und habe mir das Video daher als neutraler Beobachter angeschaut und fand seine Gedanken ziemlich einleuchtend/überzeugend. Sollten die im Video gestellten Fragen jedoch zu einfach oder einseitig sein, würde mich interessieren, warum sie zu einfach sind und wie die andere Seite aussieht. U.a. deswegen ja auch dieser Blogartikel.)

  3. Vorher wusste ich das auch nicht, aber mir fiel auf, dass er recht pro-israelisch argumentiert. Deswegen habe ich ihn mal kurz recherchiert. Das meiste sagt im Übrigen schon der Wikipedia-Artikel über ihn, den du oben verlinkst. ;)

    Recht hat er in meinen Augen mit seinem letzten Satz teilweise schon. Kein Angriff mehr von arabischer Seite, dann eine deutliche Entspannung der Lage. Notwendig wären dann aber auch Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten, eine Angleichung des Lebensstandards der Palästinenser und am besten eine mindestens 20-jährige UN-Mission zur Stabilisierung des Friedens.

    • Notwendig wären dann aber auch Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten, eine Angleichung des Lebensstandards der Palästinenser und am besten eine mindestens 20-jährige UN-Mission zur Stabilisierung des Friedens.

      Für mich als Laie klingen diese Vorschläge ziemlich gut, ja. Es wäre wichtig, sich mit gegenseitigem Respekt, Verständnis und Toleranz zu begegnen – statt mit Hass, Wut und Vergeltung. Leider scheint die Welt davon derzeit weiter weg denn je zu sein. Sehr traurig. :(

  4. Also ehrlich gesagt: Der Herr in dem Video macht es sich doch ziemlich einfach. Ich halte nicht viel davon, einseitige Schuldzuweisungen vorzunehmen, Fakten wie den Siedlungsbau im Westjordanland und die Vertreibung von Palästinensern fröhlich zu ignorieren und denen alle Verantwortung in die Schuhe zu schieben. Etwas differenzierter finde ich folgendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=Y58njT2oXfE .

    • Danke für dein Video. Aus meiner Sicht ist es eine Ergänzung zum oben eingebundenen Video, jedoch kein Ersatz. Denn es wirkt so ziemlich genauso einseitig, da im Video m.M.n. stark der Eindruck entsteht, es läge hauptsächlich (oder allein) an den Israelis, endlich für Frieden zu sorgen. Aber das oben eingebundene Video wirft genau hier wichtige Fragen auf, die das Gesamtbild aus meiner Sicht etwas differenzierter betrachten lassen. [Fragen, die hier übrigens noch niemand beantwortet hat.]

      Auch höre ich schon seit Jahren immer wieder in den Medien von ständigen Raketenangriffen seitens der Hamas auf Israel, was wohl schon seit langem so etwas wie Nadelstichen gleicht, die das Fass irgendwann zum Überlaufen bringen. Wenn das stimmt, wäre das vermutlich in beiden Videos eine Erwähnung wert gewesen. Tatsächlich empfehlenswert ist in der allgemeinen Informationsflut dieser Artikel (Wer hätte das gedacht, dass ich mal einen Artikel von Bild.de verlinken würde…).

  5. Nun ja, in dem von dir eingebundenen Video liegt absolut keine Schuld bei Israel… (das von mir verlinkte Video stammt übrigens von der “Jewish Voice for Peace” – einer jüdischen Organisation)

    Ich glaube, es ist enorm schwierig, da auf beiden Seiten Dinge passieren, die nicht passieren sollten. Und am Ende leidet die Zivilbevölkerung (und die Hamas freut sich darüber und provoziert fröhlich weiter…) – das ist das eigentlich Tragische.

    Was mich an dem von dir eingebundenen Video nur stört, ist diese totale Vereinfachung eines Konflikts, den man m.E. keinesfalls als “the easiest conflict to explain” bezeichnen sollte. Das wird der Sache einfach nicht gerecht.

    • Ich glaube, es ist enorm schwierig, da auf beiden Seiten Dinge passieren, die nicht passieren sollten. Und am Ende leidet die Zivilbevölkerung (…) – das ist das eigentlich Tragische.

      100% agree.

      Was mich an dem von dir eingebundenen Video nur stört, ist diese totale Vereinfachung eines Konflikts, den man m.E. keinesfalls als “the easiest conflict to explain” bezeichnen sollte. Das wird der Sache einfach nicht gerecht.

      Ja, da könntest du vielleicht recht haben. Es gibt sehr viele komplexe Details, viel Historie, viel Propaganda und Lügen, sodass es schwierig ist, den Überblick zu behalten (oder bekommen) und das alles zu verstehen. Die meisten Vereinfachungen sind am Ende zu einfach und haben vermutlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber genau deshalb finde ich diese Kommentare hier von euch so wertvoll – weil ich dadurch mehr lerne. Ich hoffe, das geht euch genauso. Noch mehr hoffe ich, dass der Krieg trotz aller Schwierigkeiten so schnell wie möglich ein friedliches Ende finden wird.

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