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Kommentare

  1. Hi,
    tatsächlich läuft da leider nicht (mehr) viel. Das hat in meinen Augen zwar sehr wohl auch mit den Abgesängen von Anfang an zu tun und mit dem zögerlichen Auftreten einiger, aber auch mit der ganzen “auf den größten Haufen”-Mentalität. Mit Laterpay wird es ähnlich sein. Das sind Dinge, die sich erst ab Masse und Fanzzahl (bei Flattr vor allem letzteres) richtig lohnen. Und was sich nicht lohnt wird von vielen direkt als gescheitert abgetan.
    Mittlerweile glaube ich man tut gut daran, nicht darauf zu warten, dass irgendwer mit dem Tool vorbei kommt, und dann würde auf einmal bezahlt. Da widerspreche ich auch Gutjahr. Content wird nicht auf einmal mehr Wert dadurch, dass es “einfacher” ist, für ihn zu zahlen. Der Vergleich mit iTunes hinkt. Es sollte daher darum gehen, dass jeder Projektbetreiber die eigenen passenden Masnahmen findet. Das kann Direktvermarktung sein, das kann die richtige Ansprache inklusive Paypal-Button, Kontodaten (und ggf Flattr) sein, das kann Adsense sein oder oder oder. Vielleicht kommt doch irgendwann DAS Tool, man sollte nie sofort sagen: Das scheitert, weil wenn es kommt, ist es ja schön und gut. Aber man sllte eben nicht darauf warten, dass jemand anderes einem die Arbeit abnimmt.

    PS: Man kann Flattr ja auch einbinden ohne die Nutzerdaten weiterzugeben (es seiden die Leute klicken darauf um zu flattrn)

    • Stimme dir in vielen Punkten zu. LaterPay wird auch aus meiner Sicht wie gesagt nicht die Lösung sein. Richard Gutjahr hat es ja als Übergangslösung hin zu einer Flat bezeichnet. Aber auch da bin ich mir nicht sicher, ob das funktionieren wird. Journalistische Artikel (= Vertrauensgüter) sind einfach etwas anderes als Filme (Netflix, Watchever) oder Musik (Spotify, iTunes).

      Dass man Flattr auch einbinden kann, ohne Nutzerdaten weiterzugeben, ist mir bewusst. Das würde aber an unserer Entscheidung nichts ändern. Warum sollen wir dieses (Trauer)Spiel noch länger mitmachen und etwas künstlich länger am Leben halten, das ohnehin keine Zukunft hat? Let’s face it: Flattr wird sich definitiv nicht mehr durchsetzen – ganz egal, ob JUICED mitmacht oder nicht.

      Aus meiner Sicht wäre die naheliegendste Lösung ganz klar PayPal. PayPal hat sich als Bezahlsystem im Internet längst durchgesetzt/etabliert. Wenn die Transaktionskosten von 35 Cent (oder 40 Cent) + X Prozent nicht wären, wäre das vermutlich der komfortabelste Weg, Blogger mit Kleinbeträgen zu unterstützen. Warum PayPal diese Gebühr nicht einfach senkt, ist mir ein Rätsel. Sie würden sich damit einen riesigen Markt erschließen (Micropayment), der derzeit völlig unzureichend von Flattr & Co. (wer auch immer das sein soll) abgedeckt wird. Auch “Pay per Tweet” ist aus meiner Sicht keine Lösung, aber durchaus eine nette Ergänzung.

      Fazit: Es bleibt spannend. JUICED wird weiterhin die Augen und Ohren offen halten und herumexperimentieren. Insofern war der Flattr-Versuch eigentlich unnötig, aber dennoch nicht umsonst. Lesson learned und weiter geht’s. Sehr gut finde ich diesen Gedanken von dir, Andreas:

      Content wird nicht auf einmal mehr Wert dadurch, dass es “einfacher” ist, für ihn zu zahlen.

      • Nun, bei uns ist Flattr nun auch weitestgehend weg aus ähnlichen Gründen. Aber immerhin kam bei mir persönlich in der Anfangszeit durchaus etwas bei rum. Ich konnte nicht davon leben, aber ich konnte mir ein paar Dinge davon holen. Derzeit nutze ich es ja auch noch um 3 Projekte zu unterstützen, wie ich das in Zukunft mache, muss ich mir dann noch überlegen. Das Problem bei Flattr ist mittlerweile ja auch die Crew selbst (okay, streng genommen ja von Anfang an). hinsichtlich ihrer gerichtlichen Auseinandersetzungen.
        Ich weiß nicht ob sich für Paypal der Kleinmarkt wirklich lohnen würde. Denke, die hätten es dann schon gemacht. Glaube nachwievor eher das Facebook sich das mal erschließt. Aber das alles ist und bleibt kein Geschäftsmodell. Und wer wirklich mit seiner Netz-Content-Arbeit Geld verdienen will, sollte meiner Meinung nach eben einen Großteil der Zeit dahin investieren. Da gehen immer alle hin und sagen: Bin Journalist, will damit nichts zu tun haben. Ja, aber wenn du selbst was machst, bist du eben nicht nur Journalist, sondern auch Unternehmer. Und das Unternehmer-Gen fehlt hierzulande offenbar vielen (anders als z.B. in den Staaten). Und deshalb regen mich auch manche Crowdfunding (ich betone manche!) auf. Weil ich da den eindruck habe, da wird 2x, 3x billig Geld eingesammelt ohne das man das Gefühl hat, dass auf der anderen Seite jemand ernsthaft sich Gedanken macht, profitabel zu werden.

  2. Hallo Daniel,
    vielleicht kennst Du den größten Gamestreaminganbieter Twitch. Der Anbieter ist so groß, dass er sich eigenen integrierten Bezahldienst für die Streamer eingerichtet hat. Hat ein Straminganbieter bei Twitch große Anzahl von Zuschauer, dann kann er den Anbieter abbonieren oder followen – wahlweise auch gegen kleine Gebühren – der Anbieter bekommt dann einen Anteil.
    Dieses Modell würde für die übersichtliche Anzahl von Bloggern in Deutschland kaum funktionieren (auch nicht unter einem Dach wie vice)- vielleicht für die Zeitungen und Magazine (aber diese sind so konservativ, dass es noch lange dauern wird, bis so etwas sich hier etablieren kann).

    Aber könnte man nicht einfach einen Spende-Button einrichten? Viele sind zögerlich oder knauserig, wenn sie eine Überweisung machen müssen (selbst so etwas ist ja zu “viel” Arbeit) – da würde so ein “Donationbutton” mit integrierter Paypal-Funktion sicher auch nicht viel mehr bewirken.

    Leider wird die mühsame journalistische Arbeit von der Allgemeinheit kaum wahrgenommen.

    Oder wie wäre es mit einem Banner: “Diese Fläche ist werbefrei weil die Seite von dem Betreiber finanziert wird” und mit einem kleinen Hinweis unten auf Donationbutton.

    Gut dass Leute wie Stefan Müller gibt, die bereit sind, Juiced zu unterstützen. Generell ist es auch eine Glücks- und Geduldsache einen großen Sponsor für so eine Idee zu begeistern…

  3. Flattr ist bei den “normalen” Lesern immer noch unbekannt oder einfach zu kompliziert. Ich kenne niemanden außerhalb von Journalistenkollegen und IT-Fans persönlich, der Flattr einsetzt. In meinem Freigeber-Blog läuft das freiwillige Bezahlen bislang ganz gut, wobei ich die meisten Einnahmen über die stinknormale Banküberweisung erziele. Danach kommt Kleingeld durch Paypal und weit abgeschlagen Kleinstgeld durch Flattr.

    In einem der nächsten Updates möchte ich Buttons wie Flattr etc. erst einmal deaktivieren, wie taz.de das macht. Auch ich nutze bewusst kein Google Analytics, sondern setze auch auf Piwik.

    Ich schließe mich Daniel an: Derzeit bin ich ebenso skeptisch, ob Flattr sich jemals nennenswert durchsetzen wird.

    • Ja, eigentlich schade, denn die Idee von Flattr an sich ist nicht schlecht.
      Es kommt vielleicht aber auch von der Umsonst-Mentalität der Internet-User. Man begibt sich einfach auf die News-Seite von Google und hat Zugriff auf hunderten Zeitungen und Zeitschriften. Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die Medienunternehmen es nicht hinbekommen zusammenzusitzen und ein gemeinsames Internetportal anzubieten. Sie könnten so ähnlich wie manche Streamingdienste auch kostenfreie Contents anbieten, die vielleicht nicht so ausführlich sind oder etwas werbefinanziert. Für zahlende Kunden könnten sie dann ausführliche Inhalte ohne Werbung anbieten. Die Abrechnung könnte so erfolgen, dass die Verlage jenach Anteil der Abrufe bekommt.
      An der Technik kann es doch nicht liegen, oder?
      Ich denke aber dass es früher oder später so etwas kommen wird. Die Tageszeitungen werden mehr und mehr durch digitale Version auf Tablets abgelöst werden.

      Chris Robots der Programmierer vieler bekannten Weltraumspiele hat mit seiner Firma Robots Space industries sage und schreibe 45 Mio. Dollar eingesammelt und das geplante Spiel ist nicht einmal fertig. Anscheinend sind viele Internetuser bereit so viel Geld für virtuelle Raumschiffe auszugeben als für echte Informationen. Vielleicht sollte Juiced auch mal virtuelle Informationen anbieten, die man vorbestellen könnte:
      Superspannender Artikel über Trinkkultur aus Korea (50 Cent)
      Aufregende und nackte Information en über Bodypainting (60 Cent)
      Exklusivinterview mit dem Rotsünder Pepe über das Zidane-Headbanging gegen Müller (Sonderpreis: 99 Cent)

      • Solange Verlage und Medienunternehmen im Konkurrenzdenken verhaftet sind, wird eine fruchtbare Kooperation recht schwer. Je größer auch ein Unternehmen ist, um so schwieriger ist es, diesen Tanker auf einen neuen Kurs zu bringen und dafür alle Steuermänner (Führungskräfte) zu begeistern.

    • Flattr ist bei den “normalen” Lesern immer noch unbekannt oder einfach zu kompliziert. Ich kenne niemanden außerhalb von Journalistenkollegen und IT-Fans persönlich, der Flattr einsetzt.

      Das ist der Schlüsselsatz. Denn es wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Normalerweise entwickelt es sich von den Early Adoptern weiter zur breiten Masse. Doch diese Entwicklung ist bei Flattr leider ausgeblieben, aus meiner Sicht aber nicht verwunderlich (warum, habe ich im ersten Artikel über Flattr näher erläutert).

  4. Wie schon via Twitter erwähnt, ich finde jeden Flatter klick als riesen Kompliment. Dabei geht es mir nicht darum reich zu werden damit oder meine Rechnungen zu bezahlen. Ich sehe Flattr ähnlich wie die Social-Media-Share als Dankeschön für den jeweiligen Artikel, eine Wertschätzung und dabei ist egal was hinten dabei raus kommt.
    Und wenn man sich keine Gedanken darum macht (das mache ich jeweils nur einmal im Monat wenn ich die eMail von Flattr erhalte, dann kommt es auch von alleine. Sowas muss wachsen über die Monate/Jahre genauso wie die treue Leserschaft. Dann kommen auch schöne Beiträge zusammen.
    Im #GeekTalk Podcast kann ich z.B. damit die Hosting, die Domain und vor kurzem sogar ein neues Theme kaufen von dem Geld was reingekommen ist. Beim privaten Account reicht es dass ich alle drei Monate mal mit meinem Frauchen chic essen gehen kann und gleichzeitig etwas zurück geht in die eigene Flattr-Kasse. Aber das habe ich mir auch über viele viele Jahre (blogge seit 2001/2003) erarbeitet und mir so auch eine Base geschaffen.

    Mit anderen Worten schaffe den Lesern Mehrwert und sie bedanken sich auf die eine oder andere Weise, sei es ein Sharen von deinem Content, einem Micro Betrag oder auch mal ein paar Hundert über PayPal, alles schon passiert und alles macht spass. In dem sinne bleib dran und nimm denjenigen die dich bis anhin geflattert haben nicht die Grundlage weg. Denn genau diese werden dann nicht auf das neue system wechseln da sie «angst» haben könnten dass diese plattform wieder abgesetzt wird nach gewisser zeit. Kontinuität ist gefragt und Beharrlichkeit.

    • Drei Dinge:

      1. Auch ich freue mich über jeden Flattrer und bedanke mich herzlich für die Unterstützung von JUICED!
      2. JUICED ist mittlerweile so groß geworden, dass uns dadurch immer höhere laufende Kosten entstehen. Und Flattr wächst nicht ansatzweise im gleichen Maß mit, sondern stagniert munter weiter vor sich hin. Ich sehe kein Wachstum in Sachen Flattr-Nutzer.
      3. Dass Flattr für dich besser funktioniert, ist nicht verwunderlich. Mit einem Blog über digitale Themen hast du entsprechend versierte Leser. JUICED richtet sich aber nicht an ein Fachpublikum, sondern an eine breitere Leserschaft. Und von denen kennen und nutzen viel zu wenig Leute Flattr. Und wie gesagt sehe ich hier keine Zunahme an Flatteranern – gerade in diesem Bereich.

      Jens Brehl bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt:

      Flattr ist bei den “normalen” Lesern immer noch unbekannt oder einfach zu kompliziert. Ich kenne niemanden außerhalb von Journalistenkollegen und IT-Fans persönlich, der Flattr einsetzt.

      Nochmal: Das ist der Schlüsselsatz. Denn es wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Normalerweise entwickelt es sich von den Early Adoptern weiter zur breiten Masse. Doch diese Entwicklung ist bei Flattr leider ausgeblieben, aus meiner Sicht aber nicht verwunderlich (warum, habe ich im ersten Artikel über Flattr näher erläutert).

      Zu guter Letzt noch die verschiedenen Möglichkeiten, sich zu bedanken: Sharen, Flattr, PayPal… von all den Möglichkeiten halte ich Flattr für die schlechteste und aussichtslose. Die Idee von Flattr finde ich gut (deshalb hat JUICED auch mitgemacht), aber sowohl die Umsetzung (Intransparenz) als auch die Akzeptanz und Nutzung seitens der “normalen Nutzer” ist gelinge gesagt ausbaufähig. Letzteres kann man aber nicht erzwingen. Entweder es entwickelt sich automatisch oder eben nicht…

  5. Vier neue Flattrer im letzten Monat – damit bedanken wir uns für eure Unterstützung auf Flattr und verabschieden uns beim Stand von 27 Flattrs von dem Micropayment-Dienst. Aber seid unbesorgt: Eine neue Alternative kommt bald. Vielleicht sogar schon sehr bald. :-)

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