Sonntag, 01. August 2010

The Book of Eli: Düsterer Endzeitactionfilm.

5. März 2010 von JUICEDaniel  
Kategorien: +Featured, Rezension

Nach knapp drei Wochen Urlaub in Hongkong bin ich gestern Abend endlich in den Film The Book of Eli gegangen. Schon im Vorfeld hatte es mir der düstere Trailer angetan. Rund zwei Stunden später kann ich sagen: The Book of Eli übertraf sogar meine Erwartungen.

Düstere Landschaften (Bild: thebookofeli.de)

Von der ersten Minute an spannend, zieht der Film den Zuschauer mit faszinierenden Landschaften in den Bann. Überwiegend düstere Bilder zeichnen eine beklemmende Atmosphäre, zu der auch der Soundtrack maßgeblich beiträgt. Für die Musik ist der englische Musiker Atticus Ross verantwortlich. Ross wurde unter anderem als Produzent für Nine Inch Nails, Pink und Korn bekannt. Der Soundtrack beinhaltet 17 Titel und kombiniert elektronische Sounds mit einem 80-köpfigen Orchester.

Mila Kunis (Bild: thebookofeli.de)

The Book of Eli spielt im Jahr 2044 nach einer globalen Katastrophe, die fast alles Leben ausgelöscht hat. Seit 30 Jahren wandert Eli (Denzel Washington) Richtung Westen, um ein Buch an einen sicheren Ort zu bringen. Da er das letzte Exemplar dieses wertvollen Buchs besitzt, sind viele Banden hinter ihm her. Auch der machtbesessene Carnegie (Gary Oldman) will ihm das Buch mit Gewalt abnehmen. Gemeinsam mit der hübschen Solara (Mila Kunis) versucht Eli zu flüchten. Doch Carnegie und seine Bande holen sie schließlich ein und es kommt zum großen Showdown mit einem überraschenden Ende.

Eindrucksvoller Kampf (Bild: thebookofeli.de)

Da die Handlung nicht vorhersehbar ist, bleibt der Film bis zum Ende sehr kurzweilig. Dazu tragen auch die zahlreichen Kämpfe bei, die gleichmäßig über die 118 Minuten verteilt sind und somit die Spannung aufrecht erhalten. Die Kämpfe sind eindrucksvoll in Szene gesetzt und sparen nicht an Gewalt. Vor allem der erste Kampf im Schatten unter einer Brücke und das packende Showdown im Haus eines alten Ehepaars haben es in sich.

Denzel Washington (Bild: thebookofeli.de)

Denzel Washington (Training Day, Man on Fire, American Gangster) weiß als Hauptdarsteller voll und ganz zu überzeugen und beweist einmal mehr, wieso er besser als Will Smith ist. Auch Gary Oldman  und Mila Kunis spielen eine solide Rolle, wobei sie nicht an die Klasse von Denzel Washington heranreichen. Was mich an manchen Stellen etwas gestört hat, war die nicht ganz flüssige Synchronisation – da hätte ich mir den O-Ton gewünscht.

Mit Pfeil und Bogen (Bild: thebookofeli.de)

Den beiden Regisseuren Allen und Albert Hughes ist mit The Book of Eli ein düsteres Endzeitabenteuer gelungen. Gedreht haben die Zwillinge in New Mexiko – und anschließend gehörig die Farbeinstellungen verändert, um die kargen Landschaften, die verlassenen Dörfer und die dunklen Häuser noch deutlicher hervorzuheben.

Der Film erinnert mich zum Teil an Equilibrium (Nahkampfszenen, Coolness des Hauptdarstellers) und zum Teil an I am Legend (düstere Szenen, einsame, verlassene Umgebung). Das Ende überrascht ähnlich stark wie The Sixth Sense, also gut aufpassen. The Book of Eli schafft es, erholsam und spannend zugleich zu sein.

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Kommentare

4 Antworten zu “The Book of Eli: Düsterer Endzeitactionfilm.”
  1. Basti sagt:

    Hmm, ich fand den Film irgendwie langweilig. Der hat bei mir irgendwie nicht richtig gefunkt.

    Dafür war ich gestern in Alice im Wunderland in 3D. Und wie ich finde hat Tim Burton hier wieder eine großartige Arbeit abgeliefert =)

  2. Pliskin sagt:

    also ich fand den Film genial. Ein wirklich absolut unvorhersebares Ende: genau meine Welt. Und das Setting: perfekt für die Stimmung! Ich glaube, dieser Film wird zu den wenigen kommen, die ich mir auf DVD kaufen werde (bis jetzt nur noch Memento & The Dark Knight).

    Großartige Arbeit von Denzel, das muss noch gesagt werden.
    Mein Tipp: Schaut ihn euch an! Und zwar auf jeden Fall im Kino! der isses wert!
    (Schade, dass es den nich in 3D gibt)

  3. Dick sagt:

    Ja – den Film würde ich mir echt gerne ansehen – müsste mir richtig gut gefallen! Man kommt ja aber auch zu nix ;-).

  4. JUICEDaniel sagt:

    Solltest du dir tatsächlich mal anschauen, lohnt sich meiner Meinung nach echt. Aber: Ich habe mittlerweile auch mehrere kritische Stimmen gehört, denen der Film nicht so gefallen hat. Ist wohl – wie bei nahezu allen Filmen – Geschmackssache.

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