Sonntag, 21. Mrz 2010

Online-Poker: Schmaler Grat zwischen Spaß und Sucht.

10. Juli 2009 von Katja  
Kategorien: +Featured, Allgemeines

Online-Poker (Foto: flickr/JohnSeb)

Ver­füh­re­risch: Pokern um Geld im Inter­net (Foto: flickr/JohnSeb)

Nach­dem ich das Studenten-Magazin Uni­SPIE­GEL gele­sen habe, war ich über­rascht: Es war mir schon klar, dass es im Inter­net gren­zen­lose Mög­lich­kei­ten gibt, aber dass sich so viele daran betei­li­gen, hätte ich nie gedacht. Ich rede von Online-Poker. Exper­ten schät­zen mehr als drei Mil­lio­nen Begeis­ter­ten allein in Deutsch­land. Was mich auf den Arti­kel auf­merk­sam gemacht hat, sind zwei wich­tige Punkte. Online-Poker um (ech­tes) Geld ist in Deutsch­land ille­gal und macht süch­tig. Der­zeit gibt es nach Anga­ben einer Stu­die der Bun­des­zen­trale im Inland etwa 100.000 Glücks­spiel­süch­tige. Dazu gibt es im Uni­SPIE­GEL eine Geschichte von einem Betrof­fe­nen. Diese zeigt sehr ein­drück­lich, womit ein Spiel­süch­tige zu kämp­fen hat:

BWL-Student Ben­ja­min Mei­ring (Name von der Redak­tion geän­dert) pokerte zuletzt zwölf Stun­den am Tag. Nach dem Auf­ste­hen schaute er sich ein Poker­tur­nier im Sport­sen­der DSF an, danach setze er sich bis spät in die Nacht vor den Rech­ner. Viele Semes­ter ging da so… Sein Leben lief völ­lig aus dem Ruder. „Jeden Tag nahm ich mir aufs Neue vor, dass das heute das letzte Spiel sein wird”, erzählt der Stu­dent. „Heute weiß ich, dass das typi­sche Spie­ler­aus­rede ist.”

Heute weiß er das also, aber vor­her war seine Denk­weise anders. Das große Geld ist für ihn zu etwas Gewöhn­li­chem gewor­den. Ben­ja­min ver­diente Geld und gab es sogleich wie­der aus. Aller­dings „wur­den die Sum­men, um die er pokerte immer höher“. Er nahm kleine Kre­dite auf und „häufte schließ­lich Schul­den von mehr als 10.000 Euro an.” Zum Glück konnte Ben­ja­min die Lage noch rich­tig ein­schät­zen und seine Schwes­ter um Hilfe bitten.

Nach der The­ra­pie sieht der ehe­ma­lige Spie­ler die Wirklichkeit:

„An was ich da teil­nahm, das nannte sich Spiel­er­ge­mein­schaft. Gemein­schaft! Ich und meine ver­meint­li­che Sports­freunde haben sich vor allem gegen­sei­tig das Geld aus der Tasche gezo­gen. Das ist doch völ­lig schizophren!“

Noch eine wich­tige Info: Beson­ders junge Män­ner stür­zen sich auf das Poker­spiel! Was mich nun inter­es­sie­ren würde: Habt ihr schon mal Online-Poker (um Geld) gespielt?

Ähn­li­che Artikel:

Dieser Artikel ist von: Katja

„Wunderbar bin ich gemacht, Glaube, Hoffnung, Liebe ist meine Macht. Mehr über mich verrate ich nich'.“

Alle Artikel der JUICEDblog-Redakteurin anzeigen: Katja

Kommentare

2 Antworten zu “Online-Poker: Schmaler Grat zwischen Spaß und Sucht.”
  1. JUICEDaniel sagt:

    Hier übri­gens einen dazu pas­sen­den Arti­kel: http://www.aerztezeitung.de/po.….sid=555751

Gib deinen Senf dazu!

Copyright © 2008-2010 Juiced.de · All Rights Reserved