Mittwoch, 10. März 2010

Firefox hat die meisten Sicherheitslücken.

10. November 2009 von JUICEDaniel  
Kategorien: Internet

Oder: Wieso sich ein Wech­sel zu Opera jetzt mehr denn je lohnt.

webrowser-vulnerability

Opera hui, Fire­fox pfui: Die jüngste Stu­die von Cen­zic hilft weiter.

Eine Stu­die des Sicher­heits­un­ter­neh­mens Cen­zic hat erge­ben, dass der Web­brow­ser Fire­fox mit 44 Pro­zent die meis­ten Sicher­heits­lecks und Feh­ler im ers­ten Halb­jahr 2009 aufwies.

Holla. Das ist eine Infor­ma­tion, die ich zuge­ge­ben so nicht erwar­tet hätte. Steht doch Fire­fox für viele moderne Webu­ser vor allem für eines: erhöhte Sicher­heit gegen­über Micro­softs Inter­net Explo­rer (IE). Doch so schnell kann sich das Blatt wen­den. War im zwei­ten Halb­jahr 2008 noch IE am unsi­chers­ten, ist er nun von Mozilla Fire­fox abge­löst wor­den. Mit­ver­ant­wort­lich - und das hatte ich schon seit Mona­ten ver­mu­tet - sind die vie­len Plugins für den Brow­ser.

Ein Grund für das schlechte Abschnei­den des Fire­fox ist die rie­sige Anzahl an Erwei­te­run­gen („Add-Ons“). Diese wer­den oft nicht aus­rei­chend auf ihre Sicher­heit getestet.

Mozilla selbst will das so nicht auf sich sit­zen las­sen und hat eine andere Begrün­dung parat: Es liege daran, „dass der Quell­code des Brow­sers frei zugäng­lich sei und dadurch Feh­ler nicht ver­steckt werden“.

Opera sichers­ter Webrowser

Wie nicht anders zu erwar­ten, ist der von mir favo­ri­sierte Webrow­ser Opera der mit Abstand sicherste. Nur sechs Pro­zent der Sicher­heits­lü­cken machte der nor­we­gi­sche Brow­ser im ers­ten Halb­jahr aus. IE folgt mit erstaun­lich nied­ri­gen 15 Pro­zent auf Platz 2, App­les Safari mit 35 Pro­zent hin­ter Fire­fox an vor­letz­ter Stelle.

Den voll­stän­di­gen Bericht gibt es kos­ten­los als PDF auf der offi­zi­el­len Web­seite von Cen­zic. Wei­tere Infor­ma­tio­nen könnt ihr im eng­lisch­spra­chi­gen Inter­view mit Cen­zics Tech­nik­chef Lars Ewe auf Com­pu­ter­world nach­le­sen.

Ähn­li­che Artikel:

Kommentare

6 Antworten zu “Firefox hat die meisten Sicherheitslücken.”
  1. PeekStats sagt:

    There’s a web­site cal­led http://www.peekstats.com/ that gives real time sta­tistics of websites.

  2. JUICEDaniel sagt:

    Thanks for the link. For this topic I also recom­mend http://www.markosweb.com/ and http://www.seitwert.de/ - And gene­ral stats can be found here: http://getclicky.com/global-marketshare-statistics (right now this page is off­line, I hope it’s just temporarily)

  3. Scatterd sagt:

    Was für ein Blöd­sinn. Opera ist nicht siche­rer als Fire­fox. Über­leg doch mal genau: Fire­fox ist Open­Source. Das heißt, dass jeder kleinste Feh­ler ganz schnell gefun­den wird. Des­halb ist es für Hacker auch so ein­fach, Lücken auf­zu­spü­ren; der Brow­ser ist ein­fach quell­of­fen. Das hat aber nicht nur Nach­teile, im Gegen­teil. Ver­ges­sen wird dabei immer schnell, dass diese Lücken auch immer rasant geschlos­sen werden.

    Ach btw: Was hat der Com­ment oben hier zu suchen? Sowas ist Spam ;)

  4. JUICEDaniel sagt:

    Nur weil die Feh­ler schnel­ler gefun­den und schnel­ler geschlos­sen wer­den, heißt das doch noch lange nicht, dass es weni­ger Feh­ler gibt, oder? ;)

    Aber ich gebe dir inso­fern natür­lich recht: WÄRE Opera so bekannt und ver­brei­tet wie Fire­fox, hätte der Brow­ser ver­mut­lich auch wesent­lich mehr Sicherheitslücken.

    Aber: Opera IST eben nicht so bekannt und daher auch nicht so viele Sicher­heits­lü­cken. Dem­nach IST es der­zeit ein­fach siche­rer, mit Opera als Fire­fox zu surfen.

    Und: Es wird ver­mut­lich noch schlim­mer wer­den: Das, was Fire­fox gegen­über IE anfangs so bekannt gemacht hat (die Sicher­heit) wird ihnen mög­li­cher­weise zum Ver­häng­nis wer­den. Denn damals waren sie wie Opera recht unbe­kannt und Sicher­heits­lü­cken für Hacker dem­nach schlicht uninteressant.

    Das ganze ändert sich jetzt natür­lich aber und in weni­gen Jah­ren könnte das Bild genau anders­rum aus­se­hen: Leute, die von FF wie­der zurück zu IE (oder end­lich mal Opera) wechseln.

    Es ist doch immer so: Der Markt­füh­rer bie­tet die meis­ten Angriffs­stel­len und hat natür­lich die meis­ten Feinde. Er ist ein­fach für Freund und Feind am lukra­tivs­ten. Die „Oppo­si­tion“ hat da leich­tes Spiel anfangs mit der Kri­tik. Doch ist sie mal selbst an der „Macht“, kann sich das Blatt sehr schnell wen­den und es sieht auf ein­mal ganz anders aus. (Die Spra­che ist aus der Poli­tik ent­lehnt, wo wir das glei­che „Pro­blem“ haben)

    Laut die­ser Stu­die IST das dies­mal mit Fire­fox so pas­siert. Tja, die Lei­den des Bekannt­wer­dens. Erfolg schafft Neid.

    (Von daher wäre es eigent­lich klug, nie­man­den Opera zu emp­feh­len. Damit sie wei­ter­hin schön klein, irre­le­vant für Hacker-Angriffe und damit wei­ter­hin am sichers­ten blei­ben. Yeah. ;) )

    PS: Ja, der erste Kom­men­tar ist Spam und wird nor­ma­ler­weise gelöscht. Aber in die­sem Fall fand ich den Link nicht schlecht und wollte der Voll­stän­dig­keit hal­ber meine eige­nen Links ergän­zen. Falls ich sie selbst spä­ter mal suche/gebrauchen kann, was ab und an näm­lich der Fall ist. ;)

  5. Scatterd sagt:

    Das mit der Bekannt­heit ist natür­lich wahr. Ähn­lich wird es auch dem Mac erge­hen, wenn viel mehr User den benut­zen.
    Schlau wäre mal eine Art Sandbox-Browser. Das heißt, dass die Web­sei­ten kei­nen Zugriff auf den PC bekom­men. Dann bräuchte man sich um die Sicher­heit eigent­lich kei­ner­lei Gedan­ken machen.

  6. JUICEDaniel sagt:

    Scat­terd: Ähn­lich wird es auch dem Mac erge­hen, wenn viel mehr User den benutzen.

    Hab schon vor Mona­ten von den ers­ten Mac-Viren (noch eher harm­los) gehört… das fatale ist ja: Kei­ner Hat ein Antiviren-Programm für Mac. Wenn da was kommt, gucken die User dann erst ein­mal dumm aus der Röhre. Oder noch schlim­mer: Mer­ken gar nichts davon. Und ich trink so lange mei­nen Tee ;)

    Wg. Sandbox-Browser: Erklär mal bitte genauer, was du damit meinst.

Gib deinen Senf dazu!

Copyright © 2008-2010 Juiced.de · All Rights Reserved