Die zwei jungen Ossis Tom (Matthias Schweighöfer) und Veit (Friedrich Mücke) fliegen kurz nach dem Zusammenbruch der DDR nach Amerika. Dort möchte Veit seinen Vater in San Francisco treffen. Da ihr Geld nur bis nach New York reicht, entscheiden sich die beiden, bis nach San Francisco zu trampen – und das Abenteuer beginnt.
Bereits am Flughafen passiert ihr erstes Malheur: Die ahnungslosen Ossis begrüßen den Zollbeamten mit erhobener Faust und einem gut gelaunten „We’re free communists. Friendship“. Daraufhin werden Tom und Veit erst einmal gründlich bis auf die Unterhose untersucht, ehe sie den Flughafen verlassen dürfen.
Auf dem Weg nach San Francisco begegnen die beiden Freunde den verschiedensten Amerikanern, von harten Bikern über humorvollen Polizisten bis hin zu zwei heißen Frauen: Doch Sex ohne Kondome wollen die beiden Chicks nicht, und als ihr Vater auch noch überraschenderweise zu früh nach Hause kommt, müssen Tom und Veit halbnackt vor dessen Schrotflinte flüchten.
An einer Raststätte schließen sie sich einer Gruppe Motorradfahrer an, ehe sie von einem der Biker als vermeintliche Kommunisten angegriffen werden. Da ergreifen sie die Chance, das Auto eines Rockers zu dessen Cousin zu fahren. Glücklicherweise wohnt dieser ganz in der Nähe von San Francisco, ihrem Ziel.
Unterwegs genießen sie ihre vermeintliche Freiheit und fahren ausgelassen Schlangenlinien auf der Straße. Prompt hält sie die Polizei an, was den beiden äußerst unangenehm ist. Denn Veit trägt nur eine Unterhose und Toms Hintern ist ausschließlich mit einer zu locker sitzenden amerikanischen Flagge bedeckt. So lernen sie auch noch den amerikanischen Knast von innen kennen.
Tags darauf treffen sie in einer „riesigen Kaufhalle“ auf die deutsch sprechende Zoey (Alicja Bachleda-Curus). Die beiden Ossis verlieben sich – na klar – in die hübsche Amerikanerin, und es kommt zu ihrem ersten großen Streit. Doch auch der dickste Streit kann die besten Freunde nicht trennen, und so versöhnen sich Tom und Veit kurz darauf in San Francisco – mit einem überraschenden Ende.
Die deutsche Produktion merkt man „Friendship!“ deutlich an: Ein Road Trip, der ohne die typischen Hollywood-Allüren auskommt, ohne Glamour und Gewalt, und das tut dem Film sichtlich gut. Die Dialoge sind authentisch, die Handlung kurzweilig und die Schauspieler überzeugend. Zwar bedient sich die Komödie von Regisseur Markus Goller ab und an ein paar Klischees, doch die wirken stets passend und keinesfalls aufgesetzt.
Höhepunkt des Films ist ein ausgiebiger Strip der ostdeutschen Jungs in Russen-Uniform in einer Schwulen-Discothek, der herzhafte Lacher garantiert. Überhaupt gelingt es dem Film mehrmals zu überraschen; selten weiß man, was als nächstes passiert. „Friendship!“ schafft es auf eine kreative Weise die auf wahrer Begebenheit basierende Geschichte zweier Freunde darzustellen.
Die beiden Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke überzeugen mit ihrer sympathischen Art, während Alicja Bachleda-Curu? als weibliche Hauptfigur die nötige Abwechslung mit sich bringt. Viele Szenen kommen ohne aufwendige Hintergrundkulissen aus, was dem Film keinen Abbruch tut. Stattdessen sprechen oftmals die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen für sich. Dieser Film macht Lust auf die USA und zeigt auf unterhaltsame und tiefgehende Weise, wie toll und wertvoll Freundschaft sein kann. Friendship! ist voll aus dem Leben und zugleich erfrischend anders.











„Eine Geschichte von 2 Ostdeutschen, die nach der Wende einen Trip durch die USA machen. Erfrischendes Road-Movie, bei dem die teils zwar alten Gags durch ostdeutsches Flair doch wieder frisch wirken. Hat mir spass gemacht, das ganze.“ um einen meiner Beiträge auf serenity-revolt zu Zitieren ^^
Setz doch noch den Link dazu (du darfst das natürlich als JUICEDblog-Redakteur): http://blog.serenity-revolt.de/?p=254 :)
13 Semester habe ich übrigens auch gesehen (schon im November in der TU Darmstadt ;) ) und finde den Film ähnlich toll. Deutsche Filme im Aufwind, yeah!
Zu deinem Zitat “Ich bin nun leider kein Student, aber der Film wirkte für mich relativ authentisch, wobei ich mir von ein paar echten Studenten habe sagen lassen, dass es seit Bachelor und Master nicht mehr wirklch passt.”:
Der Film IST nach wie vor authentisch, wobei Bachelor mehr Schule als Studium geworden ist (in vielen Teilen) und daher nicht mehr so ganz zu 13 Semester passt. Aber das ist ein Problem von Bachelor, der typtische Student gerät in Gefahr, auszusterben. (Hetze, möglichst schnell durchzukommen… kein Leben mehr, kein Freiraum, keine Freizeit.)