Steve Jobs und das iPad: Kein Messias und nur eine Maschine (3)

Wozu braucht man das iPad überhaupt?

Der Schweizer Verleger Michael Ringier „glaubt nicht daran, dass Apples iPad der Heilsbringer für die Zeitungen ist. Allein der Journalismus könne diese retten.“ Laut Ringier sei das iPad bislang nur eine Spielerei[1]. Und damit ist er bei weitem nicht alleine.

Viele Medienschaffende, Blogger und Diskussionen in Foren werfen vor allem eine Frage auf: Wozu braucht man das iPad überhaupt? Welchen Mehrwert hat das Gerät? Was kann das iPad, was andere Geräte nicht können?

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Steve Jobs und das iPad: Kein Messias und nur eine Maschine (1)

Oder: Wieso das iPad den Journalismus nicht rettet – aber trotzdem weiterhilft.

Zehn Millionen iPads will Apple-CEO Steve Job in diesem Jahr verkaufen. Im ersten Quartal seit der Markteinführung Anfang April in den USA konnte der Mediengigant 3,27 Millionen iPads absetzen – eine beeindruckende Zahl. Nicht nur Fans äußern sich überwiegend begeistert bis hysterisch über den Tablet PC, auch Journalisten und Verleger sehen im iPad den Heilsbringer des scheinbar vom Aussterben bedrohten Journalismus. Doch das iPad ist, kann und darf nicht die Lösung der Medienkrise sein. Und dennoch, das vorab, könnte es den Anstoß eines nötigen Umdenkens und Wandels im Journalismus sein – oder aber die Krise verschlimmern. Nachdem der erste Hype um das iPad abgeflacht ist und die größte Nachfrage der Geeks gesättigt sein sollte, ist fraglich, wie Apple in den nächsten beiden Quartalen erneut jeweils über drei Millionen iPads verkaufen will, um das selbsternannte Ziel von zehn Millionen iPads zu erreichen[1]. Unter dem Weihnachtsbaum dürfte der Tablet PC sicher nochmal ein heiß begehrtes Geschenk sein – doch die große Euphorie, und das bestätigt auch Google Trends, scheint vorbei zu sein.
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Welcher Typ Journalist bist du?

Fabian Dietrich hat vor einiger Zeit eine tolle Grafik veröffentlicht, die verschiedene Journalismus-Typen darstellt. Zu welcher Sorte Journalist gehörst du?

„Trotz Satan und Panik: Deutschland im Viertelfinale!“

Oder: Wieso kreative Überschriften im Journalismus auch heute noch möglich sind.

Für mich ist es die originellste Überschrift des Jahres, soeben gelesen auf kicker.de. „Trotz Satan und Panik: Deutschland im Viertelfinale!“, titelt Axel Heiber den 2:1-Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft  über die Slowakei bei der WM.
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Wieso die Menschheit bald in die Röhre schaut.

Fällt der Begriff Nachhaltigkeit, werden die meisten Menschen sicher als erstes an erneuerbare Energien und den schonenden Umgang mit Ressourcen denken, an die Diskussionen über Elektroautos oder den Atomausstieg. Aber die Bedeutung des Wortes Nachhaltigkeit geht weit über dessen rein ökologische Komponente hinaus und schließt ebenso sowohl ökonomische als auch soziale Aspekte mit ein. Grob zusammengefasst ist Nachhaltigkeit die Frage danach, wie wir als Menschheit in Zukunft den großen globalen Problemen wie Krieg, Hunger, Rohstoffmangel etc. begegnen wollen. Denkt man da über die beiden folgenden Aussagen nach, kann einem aber angst und bange werden:

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Product Placement vs. Schleichwerbung: Wie weit darf das Fernsehen gehen?

Oder: Wieso Product Placement möglicherweise zu sehr verharmlost wird.

Ursprünglich wollte ich über dieses Thema gar nicht mehr bloggen, nachdem ich es aus Zeitmangel lediglich verlinkt hatte. Doch nachdem ich festgestellt habe, dass selbst manche Journalisten noch nichts davon wissen, halte ich es für notwendig, ausdrücklich auf Product Placement im Fernsehen hinzuweisen.

Seit dem 1. April (nein, kein Aprilscherz!) ist es rechtlich erlaubt, Produkte im Fernsehen zu platzieren. Bei den privaten Sendern heißt das „Produktplatzierungen“, bei den öffentlich-rechtlichen Sendern „Produktionshilfen“ und bei mir „(bezahlte) Schleichwerbung“.

Schon im Januar 2010 haben sich die privaten und öffentlich-rechtlichen Sender darauf einigen können, nur die Umsetzung war unklar. Mittlerweile ist auch das Problem gelöst und die Sender einigten sich auf ein „‚P‘ in einer Ecke des TV-Bildschirms sowie dem ergänzenden Satz ‚unterstützt durch Produktplatzierung‘ (Privat-TV)“, so der Titelschutz Anzeiger.

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Wie viel Boulevard vertragen Nachrichtenseiten im Netz?

Oder: Welt Online: Sex sells?

Welt Online war von den Themen her schon immer etwas boulevardesker als andere Nachrichtenseiten im Web. Doch heute treiben sie es besonders bunt, wie ich finde. Auf der Startseite tummeln sich derzeit folgende Themen:

// Berliner Novum: Dieser Design-Erotikshop treibt es kunterbunt

Dank entsprechender Fotos und Suchwörter dürfte dieser Artikel für viele Klicks (durch Google) sorgen.

// “Queen of Posh”: Victoria Beckham in der deutschen “Vogue”

Ein nachrichtentechnisch relevantes Thema? Wohl kaum…

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Lesenswert: Zu viel auf einmal.

Da ich selbst nicht mehr mit dem Lesen nachkomme, verlinke ich diesmal zwei Arten von Artikeln: Artikel, die ich gelesen habe und Artikel, die ich noch nicht gelesen habe, aber unbedingt noch lesen will (und vermutlich aus Zeitgründen trotzdem nie lesen werde ;) ). Here we go:

Serie: Wozu noch Journalismus? Die Zukunft des Journalismus? Journalismus!

// Der gefühlte 1000. Beitrag zum gleichen Thema und trotzdem noch interessant: “Die Welt von Presse, Fernsehen und Internet gehört den Medien-Nomaden. Doch nur wer Exklusives bietet, erreicht diese. Und das gelingt nur Redaktionen.”

Interview mit Johannes Kleske

// Definitiv ein interessanter Nerd Geek, war letztens auf dem Cover des Wirtschaftsmagazins brand eins.

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Personal News: Neue individualisierte Tageszeitung á la Niiu.

Oder: Wieso personalisierte Werbung auch eine personalisierte Zeitung braucht.

Das war ja zu erwarten: Mit “Personal News” gibt es ab sofort eine weitere individualisierte Tageszeitung im Stil von Niiu. Niiu, wir erinnern uns, ist eine personalisierte Tageszeitung, dessen Inhalt der Leser selbst von verschiedenen Anbietern und Rubriken nach seinen eigenen Interessen zusammenstellen kann. Zur Auswahl gibt es bei Niiu unter anderem “Bild”, “Handelsblatt”, “Berliner Morgenpost” oder die “New York Times”. Der Clou: Die Zeitung gibt es sogar in gedruckter Form und wird wie andere Tageszeitungen auch bis an die Haustür geliefert. Hier unterscheidet sich Niiu von seinem Nachahmer “Personal News”: Den neuen Anbieter gibt es lediglich online, dafür mit einem Euro deutlich günstiger (Niiu: 1,80 Euro).

Auch die Auswahl ist deutlich geringer: Derzeit bietet “Personal News” 15 verschiedene Zeitungen an, darunter auch einige ausländische. Mit dabei sind etwa die deutschsprachigen Zeitungen Frankfurter Rundschau, Hamburger Abendblatt, Neues Deutschland, Abendzeitung oder Der Standard und aus dem englischsprachigen Raum Shanghai Daily, The Denver Post, Washington Times sowie die Washington Post.

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Gefälschtes Beyoncé Knowles-Interview.

Oder: Wieso Neon dank Ingo Mocek ein Stück an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Erst vor wenigen Tagen hat sich das Magazin Neon von Redakteur Ingo Mocek getrennt, weil dieser mindestens fünf Interviews mit bekannten Popstars fälschte. Erst eine Anfrage des Managements der Sängerin Beyonce zu einem Interview in der Januarausgabe 2010 (Original hier) sorgte dafür, dass die Sache aufflog.

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Blind Side – Die große Chance: Starke Emotionen und eine tolle Sandra Bullock.

Blind Side - Die große Chance: Starke Emotionen (Bild: warnerbros.de)


Oder: Wieso „Blind Side – Die große Chance“ für mich bisher ganz klar der Film des Jahres ist.

Hallo, liebe Besucher,

sicher habt ihr auf diesen Link geklickt, weil ihr wissen wollt, wie der neue Film „Blind Side“ ist. Dazu zwei Dinge:
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Die vertikale Zeitung.

Oder: Wieso eine Zeitung nicht länger unhandlich sein muss – aber es wohl bleiben wird.

Die Idee hatte ich schon vor einigen Jahren, allerdings auf einen anderen Marktsegment bezogen. Nichtsdestotrotz halte ich die simple, und doch innovative Idee für praktisch, logisch und längst überfällig. Allerdings ahne ich bereits, dass einige Leser die gedankliche Barriere nicht durchbrechen wollen werden. Leider. Was meint ihr dazu?


(via Florian Steglich)

Die Zeitung ist tot: Eine falsche Prognose?

Zukunftsprognosen sind eine schwierige Sache. Wie falsch man liegen kann, zeigen Prognosen aus der Vergangenheit. Für Science Fiction ist die Zukunft fast immer ein Paradies für Technik-Verrückte. Autos schweben durch die Luft, Energieprobleme gibt es nicht, Elektronik macht das Leben leichter. Die Gegenwart zeigt jedoch immer eine Mischung aus alter und neuer Technologie.

Medien verdrängen sich nicht, sagen manche Medienwissenschaftler, es kommt höchstens ein Medium hinzu. Ob also wirklich Buch und Zeitung tot sind, „ermordet“ von der Elektronik, wird sich zeigen. Fast immer, wenn eine neue Technologie erfunden wurde, machte sich die Meinung breit, nun sterbe die alte aus. Doch nur weil die Fotografie erfunden wurde, hieß das nicht, wie befürchtet, dass nun niemand mehr malen würde. Und Video-Kassette und DVD existieren neben dem Kino. Die Sorge, dass wegen der Schreibmaschine niemand mehr per Hand schreiben würde, erwies sich als unbegründet. Auch die Postkarte galt Kritikern um 1870 als Sargnagel der Briefkultur – ein Irrtum.

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Lesenswert: Medienkompetenz – Facebooken, Simsen, Chatten und Twittern.

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