Social Media Marketing für Dummies (2): Authentische Kommunikation und eine Frage der Diskriminierung.

JUICEDblog-Serie Social Media Marketing

  1. Einleitung
  2. Das Wichtigste: Die Fans
  3. Herausforderungen
    1. Authentische Kommunikation
    2. Eine Frage der Diskriminierung
    3. Abhängigkeit
    4. Monitoring
  4. Fazit
  5. Literaturverzeichnis

3. Herausforderungen

Mit dem Schritt ins Internet, resp. soziale Netzwerke, gilt es einige Punkte zu beachten.

3.1 Authentische Kommunikation

Im Beispiel von Starbucks ist klar, welchen positiven Einfluss ein neuer Video-Spot direkt auf Facebook für seine Fans erreichen kann. Doch nicht immer sind die Reaktionen positiv.

Im Beispiel der Deutschen Bahn (DB) wurden mittels einer Guerilla-Aktion sogenannte „Chef-Tickets“ zu einem Schnäppchenpreis verkauft, wenn man dafür Fan der Deutschen Bahn wurde. Daraufhin gab es zwar innert kürzester Zeit viele die Fan wurden, ließen sich dann aber negativ über die Unzuverlässigkeit und den schlechten Service der DB auf der Fan-Seite aus.

„Freiwillige“ Fans setzen sich für die Marke ein und Fragen andere Fans. Seitens der Fan-Seite-Betreiber wird oft bewusst gewartet, bis andere Fans eine Antwort geben, bevor sie selber einspringen. Auch Mitarbeiter von Konzernen haben so die Möglichkeit direkt in Kundenkontakt zu kommen. In größeren Firmen werden bereits Mitarbeiter nur dafür eingesetzt, sich um die Betreuung der Fan-Seite zu kümmern.

User werden zum multiplikativen Zahnrad für Unternehmen mit einer viel größeren Auswirkung dank Vernetzung (Quelle: eigene Abbildung)

Die damit verbundene Persönlichkeit schafft nicht nur bei den Fans Bestätigung zur Marke.

Es ist also wichtig, dass sich Unternehmen zu dialogbereiten Gesprächspartner in Sozialen Netzwerken entwickeln und so nachhaltig glaubhaft Kommunizieren.

Früher waren die Massenmedien in der einfacheren Situation selbst zu entscheiden, welche Information sie der Öffentlichkeit zugängig machen wollten und welche nicht. Nur wer die Aufmerksamkeit und Interesse der Journalisten gewann, konnte in die Öffentlichkeit treten.

Mit den heutigen Massenmedien sind diese Einschränkungen zwar nicht aufgehoben, aber ziemlich vereinfacht worden. Wer heute erfolgreich Blogs, YouTube, Soziale Medien, etc. nutzt, erreicht innert kürzester Zeit potenziell mehr Kunden als ein 10vor10-Bericht.

3.2 Eine Frage der Diskriminierung

Via Facebook werden Fans nicht nur mit Sonderangeboten beglückt, sondern auch Jobs werden vermittelt. Mit extra eingerichteten Karriere-Seiten wird beispielsweise bewusst nach neuen Talenten gesucht, und das mit Erfolg.

Die Karriere-Seite von BMW hat seit Juli 2010 bereits über 11’000 Fans und ist somit die beliebteste Facebook-Jobseite Deutschlands. (Müssgens, Retting, & Mai, 2010)

Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass solche Angaben die User enorm transparent machen. Die persönlichen Daten lassen sich mit Hilfe des Netzwerks relativ einfach nachvollziehen und auswerten.

Facebook macht dies bereits seit längerer Zeit, was immer wieder zu Kritik führt. Die wenigsten Benutzer nehmen das aber als wirkliches Problem wahr.

Es stellt sich auch die Frage was mit all jenen ist, die auch ein günstiges Chef-Ticket für die DB möchten, aber über keinen Facebook-Account, geschweige denn über einen Internet-Zugang verfügen.

Diese bleiben außen vor. Auch Jobs gehen quasi unter der Hand weg, weil diese isoliert von der Öffentlichkeit angeboten werden. Dieser Umstand hat in Deutschland bereits dazu geführt, dass Gesetze für den Datenschutz und Veröffentlichungspflicht von Job-Inserate aufgestellt wurden.

Wie weit der Staat in solche Themen eingreifen darf und ob die Menschen in Zukunft bewusster mit ihren Daten umgehen, bleibt noch abzuwarten.

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Über Michael

Frommer Chaot, Webdesigner, Apple-Fan, Jogger, Amateur Fotograf und Teilzeit-Student. // Mehr von Michael findet ihr auf seinem Weblog busyboy.ch.
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