Plattenzeit: Die heißesten Neuerscheinungen im April

Was, schon wieder ein Monat rum? Das geht ja echt immer schneller. Jetzt wo der April angefangen hat, wollen wir euch natürlich nicht uninformiert darüber lassen, was in diesem Monat musikalisch ansteht. Nachdem der März sehr explosiv war, geht es diesen Monat etwas ruhiger zu. Mit Michael Bublé und Gentleman stehen aber in jedem Fall zwei Künstler in den Startlöchern, die immer wieder ganz oben in den Charts stehen. Caro Emerald will ihren Nummer Eins-Hit „A Night Like This“ wiederholen, Fall Out Boy kämpfen gegen das Versinken in der Bedeutungslosigkeit und Frank Turner ist unser Geheimtipp.


Michael Bublé – To Be Loved

Ja muss denn eigentlich viel zu Michael Bublé, dem kanadischen „King of Swing“, gesagt werden? Der Kanadier ist der typische Künstler, von dem man ohne es zu wissen eine CD im Regal stehen hat. Bei mir ist es seine Christmas-Platte, die es ja auch in etlichen Ländern auf die Spitzenposition schaffte. Vor „Christmas“ veröffentlichte Bublé zuletzt 2009 das Album „Crazy Love“. Jetzt erscheint „To Be Loved“ und die Hörer erwartet die typische Mischung aus Pop und Swing, die Bublé zu everybodys Darling macht. Die Single „It’s A Beautiful Day“ ist kurzweilig wie immer, also unsere Empfehlung: Reinhören. VÖ: 12. April (Warner Music)

Fall Out Boy – Save Rock’n’Roll

„Dance, Dance“ und „This Ain’t a Scene, It’s an Arms Race“ waren die großen Hits von Fall Out Boy in den Jahren 2005 und 2006. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, die Amerikaner waren zu der Zeit so ziemlich der hottest Shit überhaupt. Lange war nichts zu hören, 2010 lösten sich die drei Alternative-Rocker sogar auf. Jetzt folgte die Wiedervereinigung und das sechste Studioalbum mit dem Titel „Save Rock’n’Roll“. Aha. Wohl eher „Save Fall Out Boy“, denn nach der jahrelangen Erfolgsdurststrecke ist das Album wohl die letzte Chance. Zumindest gehen sie neue Wege, wie die Single „The Phoenix“ zeigt. Beim Orchester am Anfang des Songs haben sie sich jedoch ordentlich bei Peter Fox’ „Alles Neu“ bedient, auch wenn die Amerikaner das wohl gar nicht kennen. Mal sehen, wie Fall Out Boy diese Platte nutzen. VÖ: 12. April (Universal)

Gentleman – New Day Dawn

In Deutschland ist Gentleman mit Sicherheit der bekannteste Reggae-Künstler schlechthin. Zweimal Platz Eins und einmal Platz Zwei in den Charts sind eine absolute Erfolgsgeschichte für einen Musiker, der aus einer Spartenmusikrichtung kommt. Seit 1999 veröffentlichte der gebürtige Kölner bislang sechs Alben, die immer zwischen Reggae, Pop und Hip Hop angesiedelt waren. „New Day Dawn“ ist nun die siebte Veröffentlichung und die Single „You Remember“ dürfte alle Gentleman-Fans gefreut haben. Die Single ist unverkennbar ein Song aus der Feder des Reggae-Künstlers. Ohnehin hört man – auch als Nicht-Reggae oder –Hip-Hop-Fan wie ich – der Stimme von Gentleman gerne zu. Die Musik, die Beats und der Gesang passen einfach gut zusammen, mit Sicherheit wird „New Day Dawn“ ein weiteres Kapitel der Erfolgsstory. VÖ: 19. April (Universal Music)

Frank Turner – Tape Deck Heart

In Deutschland ist Frank Turner noch mehr oder weniger ein unbeschriebenes Blatt, während er in England schon zu den geliebten Singer-Songwritern gehört. Das will der Engländer natürlich ändern, am Besten mit dem neuesten Werk „Tape Deck Heart“. Das neueste Album ist bereits die fünfte Veröffentlichung seit 2007, Turner ist in jedem Fall einer der ganz produktiven Künstler. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er Schlagzeug, Gitarre und Gesang selbst aufnimmt und damit für sein musikalisches Gerüst verantwortlich ist. Die Single „Recovery“ ist in jedem Fall ein typischer Turner-Song: Akkustik-Gitarre, Gesang, Schlagzeug und ein mitreißender Refrain mit Klavier und Hintergrundgesang – So stelle ich mir die Pub-Musik in East London vor. Turner ist mit Sicherheit ein „Artist to watch“, also einer, den man auf der Rechnung haben sollte. Ich bin gespannt wie sich die Platte schlägt. VÖ: 19. April (Universal Music)

Caro Emerald – The Shocking Miss Emerald

49 Wochen war „A Night Like This“ in den Deutschen Charts vertreten, wer meint, Caro Emerald und ihren Hit nicht zu kennen, muss schlichtweg ein Lügner sein. Jetzt will die Niederländerin mit ihrem zweiten Album „The Shocking Miss Emerald“ die Erfolgsstory fortsetzen. Die Single „Tangled Up“ ist zwar nicht so ein krasser Ohrwurm wie „A Night Like This“ – zugegeben, das muss auch nicht immer sein – ist aber ein absolut guter Song. Emerald groovt und swingt, dass sie singen kann, steht ohnehin außer Frage. Gute Musik und Ohrwürmer schließen sich eben doch nicht immer aus. VÖ: 26. April  (Universal Music)

…Und viele weitere Platten

Aber das ist längst nicht alles. Der April hat noch viele weitere Platten zu bieten, in die es sich lohnt, hineinzuhören. Am 5. April erscheinen die Alben von den Newcomern OK KID „OK KID“ und von Volbeat „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ . Am 12. April erscheinen darüber hinaus „Lovebird“ von Leona Lewis und „Mosquito“ von den Yeah Yeah Yeahs. Und zum Abschluss gibt es am 19. April Max Prosas „Rangoon“.

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