Plattenzeit: Die heißesten Neuerscheinungen im Überblick

Ab sofort stellen wir euch zum Anfang des Monats die interessantesten Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt für den kommenden Monat vor. Der Name unserer jüngsten JUICED-Serie: Plattenzeit. Und kaum ein Monat könnte uns einen besseren Einstieg bescheren, als der März. Mit David Bowie, Depeche Mode und Bon Jovi veröffentlichten drei absolute Schwergewichte des Musikbusiness ihr neues Album. Insgesamt haben alle drei Künstler fast 400 Millionen Platten verkauft und gehören damit zu den erfolgreichsten Musikern überhaupt. Aber auch sonst stehen mit neuen Platten von Hurts, Justin Timberlake, Woodkid und den Strokes einige spannende Neuveröffentlichungen in den Startlöchern.


Hurts – Exile

2010 feierten die zwei Briten aus Manchester ihren Durchbruch mit dem Album  „Happiness“. Hits wie „Wonderful Life“ und „Stay“ sorgten für große Bekanntheit in ganz Europa. In Deutschland bekamen Hurts durch ihren bahnbrechenden Erfolg (Platz zwei  und insgesamt 64 Wochen in den Charts) sogar den Echo und den Bambi verliehen. Mehr geht nicht! Jetzt folgt das zweite, schwere Album. Denn so einen Erfolg zu wiederholen oder sogar zu toppen fällt den meisten Bands schwer. Die erste Single „Miracle“ aus dem Album lässt jedoch hoffen, dass Hurts es schaffen, ihr Erstlingswerk zu bestätigen. Synthie Pop und New Wave aus den 80er bestimmen wie gewohnt den Sound, der Song ist eingängig und unverkennbar ein Hurts-Song. Ob die beiden Jungs aus Manchester es schaffen werden, das erste Nummer Eins Album in Deutschland zu landen, wird spannend zu beobachten sein. VÖ: 8. März (RCA/Sony Music)

David Bowie – The Next Day

Wow, eine Legende kehrt zurück. 10 Jahre ist es tatsächlich her, dass David Bowie seine letzte Platte veröffentlichte. Pünktlich zu seinem 66. Geburtstag am 8. Januar gab Bowie das erste Lebenszeichen seit Jahren mit der Single „Where are we now“. Gleichzeitig gab er bekannt mit „The Next Day“ ein neues Studioalbum zu veröffentlichen. Was Bowie in der Zwischenzeit getrieben hat, weiß so recht niemand, aber er ist auf jeden Fall zurück. Die Single ist dabei sehr melancholisch verträumt und ist eine Hommage an seine Zeit in Berlin Ende der 70er. Der Song erinnert etwas an „Purple Rain“ von Prince, soll aber kein Sinnbild für das gesamte Album sein, auch rockige Stücke sind angekündigt. Es bleibt abzuwarten, was Bowie mit 66 Jahren und einer langen Schaffenspause musikalisch noch zu bieten hat. Aber auch ein weiteres tolles Album wäre nicht überraschend, schließlich ist Bowie mit 140 Millionen verkauften Alben einer der einflussreichsten Pop-Künstler unserer Zeit. VÖ: 8. März (Sony Music)

Justin Timberlake – The 20/20 Experience

Viel muss zu Justin Timberlake eigentlich nicht gesagt werden. Das Multi-Talent veröffentlicht nach langem Warten der Fans sein drittes Studioalbum. Das letzte Album „FutureSex/LoveSounds“ aus dem Jahr 2006 brach alle Rekorde, insgesamte vier Grammys heimste Timberlake für verschiedene Songs aus dem Album ein. Lange gab es nichts Neues – zumindest musikalisch.  Denn Timberlake war in den letzten Jahren vor allem auf der Leinwand zu sehen („In Time“, „Freunde mit gewissen Vorzügen“). Das musikalische Comeback war die gemeinsame Single „Suit&Tie“ mit Jay-Z, die zweite Single vor der Albumveröffentlichung trägt den Namen „Mirrors“. Dabei ist vor allem Mirrors eine konsequente Timberlake-Nummer, die gerade vom Beat an „Cry Me a River“ erinnert. Die Fans sind glücklich, ihren Justin wieder zu haben und so sind ein Charterfolg und einige Hitsingles vorprogrammiert. Tickets für die gemeinsame Tour mit Jay-Z werden nach der langen Pause ohnehin schnell vergriffen sein, es scheint ein Timberlake-Jahr zu werden. VÖ: 15. März (Sony Music)

Woodkid – The Golden Age

Das Debüt-Album von Woodkid ist mit Sicherheit die spannendste Veröffentlichung im März. Sehenswürdig wird die Platte des Franzosen von der Fachpresse erwartet, denn in der Tat ist das Projekt von Yoann Lemoine faszinierend. Bekannt wurde Lemoine durch seine Tätigkeit als Regisseur. Lana Del Rey, Katy Perry oder Drake – sie alle arbeiteten bei ihren Musikvideos mit dem Franzosen zusammen. Nun wagt Lemoine quasi den Weg auf die andere Seite unter dem Synonym „Woodkid“. Was sich dahinter versteckt, sind orchestrale, ruhige Songs, die mit sanften Beats und einer guten Komposition auskommen. So viel verraten die drei bislang veröffentlichten Songs „Iron“, „Run Boy Run“ und „I Love You“. Gemeinsam mit den wundervollen Videos und der tollen, zerbrechlichen Stimme Lemoines wird „The Golden Age“ mit Sicherheit nicht grundlos so sehnsüchtig erwartet. VÖ: 15. März (Universal Music)

Depeche Mode – Delta Machine

Wer hätte das gedacht, aber Depeche Mode sind nach den Beatles tatsächlich die zweiterfolgreichste Band in Deutschland. Mit 26 Top-Ten-Platzierungen in den Singlecharts fehlen Dave Gahan & Co nur noch zwei Hits, um mit den Beatles gleichzuziehen. Und ähnlich sieht der Siegeszug auch in den Albumcharts aus. Die letzten fünf Alben gingen allesamt auf Platz eins, kein Wunder, dass das Trio gleich acht Stadionkonzerte in Deutschland spielt. „Delta Machine“ ist dabei der Nachfolger von „Sounds of the Universe“ und die Single „Heaven“ war mit Platz zwei in den Charts sofort ein weiterer Erfolg. Der Song kommt sehr melancholisch und schwer daher, überzeugt aber durch die eingängige Piano-Melodie und den Groove, den so auch Snow Patrol oder Led Zeppelin verwendet hätten. Der Song ist in jedem Fall eine Weiterentwicklung, die den Fans schmecken wird. Das sechste Platz-Eins-Album in Folge ist bestimmt drin, auch wenn die Konkurrenz mit Bon Jovi, einem weiteren Top-Positions-Abonnenten, sehr hart ist. VÖ: 22. März (Columbia/Sony Music)

The Strokes – Comedown Machine

Falls es jemanden interessiert: Mein persönliches Highlight ist das neue Album von den Strokes. Zumindest bin ich sehr gespannt auf das fünfte Werke der fünf New Yorker, ob es ein musikalisches Highlight ist, wird sich erst zeigen. Kaum eine andere Band sorgt regelmäßig mit ihren Auftritten und Veröffentlichungen für so viel Furore, wie die fünf Amerikaner. Ihr rauer Indie- und Garagen-Rock löste einst in England eine Hysterie aus, die sonst nur britische Bands erzeugend konnten. Mittlerweile sind die Rocker etwas gesetzter, was jedoch nichts an den exzessiven Live-Auftritten änderte. Schon auf dem letzten Album „Angles“, das erst im Jahr 2011 erschien, sorgten elektronische Einflüsse für die Entwicklung des klassischen Rock’n’Roll-Sound der Strokes. Dafür ernteten Frontmann Julian Casablancas und Co Kritik als auch Lob. Diesen Weg führen die New Yorker jetzt konsequent fort. Der erste neue veröffentlichte Song „One Way Trigger“ kam mit Falsett-Gesang und Gameboy-Sounds daher und traf auf ein gespaltenes Urteil der Fans und Kritiker. Die Single „All The Time“ war dagegen wieder eine typische Strokes-Nummer. Beide Songs haben mir super gefallen, ich bin gespannt was die restlichen zehn Songs zu bieten haben. VÖ: 22. März (RCA/Sony Music)

Bon Jovi – What About Now

Mit Bon Jovi veröffentlicht das dritte Schwergewicht der Rock- und Pop-Musik sein neues Album im März 2013. „What About Now“ ist dabei bereits das zwölfte Studioalbum der Amerikaner aus New Jersey. Wahnsinn und mehr braucht auch eigentlich nicht gesagt werden. Die Single „Because We Can“ ist unverkennbar ein Bon Jovi-Song, auch wenn die Single eher von sanfter Natur ist. Mehrstimmiger Gesang im Refrain, keine stark verzerrten Gitarren – rundum ein radiotauglicher Song. Hoffentlich lassen es die Amerikaner kurz vor dem 30-jährigen Bestehen der Band im kommenden Jahr auf dem Album noch ein bisschen mehr krachen. Dass „What About Now“ ein Verkaufsschlager wird und sich mit Depeche Modes „Delta Machine“ um die Spitzenposition in den Charts streiten wird, ist wohl vorprogrammiert. Mal sehen wer am Ende das Rennen macht, für Bon Jovi wäre es das sechste der letzten sieben Alben auf der deutschen Nummer Eins. VÖ: 22. März (Universal Music)

Bonus

Aber das ist längst nicht alles. Der März hat noch viele weitere Platten zu bieten, in die es sich lohnt, hineinzuhören. Heute erscheinen die Alben von Josh Groban „All the Echoes“, Dido „Girl Who Got Away“, Kate Nash „Girl Talk“ und Disco Ensemble „Warriors“. Am 8.März erscheinen darüber hinaus Olly  Murs’ „Right Place Right Time“ und das Album „Kraniche“ vom deutschen Künstler Bosse. Der 22. März bietet OneRepublic „Native“, Johnossi mit „Transitions: Johnossi“ und David Garrett mit dem Album „14“. Die letzte interessante Veröffentlichung gibt es am 29. März mit Killswitch Engage und „Disarm the Descent“

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