Trailershow, die Unregelmäßige: Oblivion, Upside Down und Gray State

In Zeiten, in denen man sich nicht mal mehr auf das Rind in der Lasagne verlassen kann, ist unsere beinahe wöchentliche Trailershow so ziemlich die einzige Konstante. Ihr braucht euch nicht zu bedanken, wir machen das gerne! Euer Wohl liegt uns schließlich am Herzen. Und weil dem so ist, haben wir wieder ein paar absolute Leckerbissen ausgegraben. Guten Appetit.

Unser Tipp: Wenn ihr beim ersten Video auf Play klickt, könnt ihr euch bequem zurücklehnen und alle fünf Trailer am Stück schauen.

Die fantastische Welt von Oz

Manchmal beantwortet Hollywood Fragen, die keiner gestellt hat. So zum Beispiel: Wie ist der Zauberer von Oz eigentlich der Zauberer von Oz geworden? Weil aber Sam Raimi Regie führt und James Franco, Michelle Williams und Mila Kunis dabei sind, will ich jetzt auch wissen, was da in Oz passiert ist. Raimi erzählt quasi die Vorgeschichte zum Kinderbuchklassiker „Der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1900. Franco spielt die Titelfigur, einen Illusionisten ohne jegliche magische Fähigkeiten, der mit seinem Heißluftballon zufällig im geheimnisvollen Land Oz notlandet. Dort gibt’s Ärger mit einer bösen Hexe und Mr. Franco soll es richten. Der Trailer verspricht ein äußerst fantasievolles Abenteuer, vielleicht ein bisschen zu bunt, aber ich stehe auf Märchen mit fremden Welten und Fabelwesen. Allerdings erinnert mich all das sehr an Tim Burtons Alice im Wunderland und den fand ich ganz furchtbar misslungen. Bitte, Sam Raimi, enttäusche mich nicht. Hörst du? ENTTÄUSCH MICH NICHT! (Kinostart: 7. März 2013)

Oblivion

Tom Cruise ist mir als Typ äußerst suspekt, was sicher mit seinen Verbindungen zu Scientology zu tun hat. Als Schauspieler kann man ihm aber bis auf wenige Ausnahmen keine Vorwürfe machen. Und auch der Science-Fiction-Film Oblivion sieht nach solidem Popcorn-Kino aus. Die Story basiert auf einem Graphic-Novel von Joseph Kosinski, der das Ding als Regisseur auch gleich selbst verfilmen darf. Die Erde ist nach einem Krieg in ferner Zukunft völlig verlassen. Die überlebenden Menschen haben es sich in Wolkenstädten gemütlich gemacht, während auf der zerstörten Erdoberfläche Aliens ihr Unwesen treiben. Tom Cruise wird aus irgendeinem Grund dazu verdonnert, auf die Erde zurückzukehren, um dort Verteidigungsdrohnen zu reparieren. Dort findet er natürlich heraus, dass alles anders ist als es scheint. Hört hört. Wir dürfen also gespannt sein. Auf jeden Fall gibt es viel Action, eine hübsche Nebendarstellerin (Olga Kurylenko) und Morgan Freeman – der ist alleine schon das Eintrittsgeld wert. (Kinostart: 11. April 2013)

Upside Down

Die Story von Romeo und Julia ist schon tausendmal in den unterschiedlichsten Varianten erzählt worden – mit Upside Down präsentiert uns Regisseur Juan Diego Solanas sicherlich die optisch eindrucksvollste. Kirsten Dunst und Jim Sturgess leben in zwei völlig unterschiedlichen Welten. Und das ist jetzt nicht im übertragenen Sinn gemeint, sondern genau so wie ich es geschrieben habe. Zwei Welten, die quasi Kopf an Kopf aneinander liegen. Was für die Bewohner der einen Welt oben ist, ist für die der anderen unten. Klingt verrückt, sieht in dem Trailer aber teilweise grandios aus. Näher will ich auf die Story an dieser Stelle nicht eingehen, sie interessiert mich nämlich nicht wirklich. Aber der Film findet bestimmt Zuschauer. Seine Weltpremiere hat der Film im Sommer vergangenen Jahres in Kasachstan!!! gefeiert. Der deutsche Starttermin steht noch nicht fest. Beides ist für gewöhnlich kein gutes Zeichen.

Gray State

Was passiert, wenn unsere Regierung in naher Zukunft Privatsphäre und persönliche Freiheit der allgemeinen Sicherheit opfern? Die Geschichte zu Gray State ist in ähnlicher Form schon tausendmal verfilmt worden. Dass sie aber als Distopie immer wahrscheinlicher wird, macht sie umso beklemmender. Ich hatte nach dem Trailer einen ganz dicken Knoten im Bauch und mächtig Lust auf den Film. So ernsthaft und realistisch hat das Thema meiner Meinung nach bisher selten ein Film umgesetzt. Wobei „umgesetzt“ wohl das falsche Wort ist, denn Gray State gibt es noch gar nicht. Bisher steht die Idee und die grobe Vorstellung, dass der Film über Crowdfunding finanziert werden soll. Der Trailer ist lediglich ein sehr gut gemachter Concept Trailer. Bis zum Kinostart werden wir uns also wohl noch ein, zwei Tage gedulden müssen. Wer sich für das Projekt interessiert und eventuell sogar ein paar Dollar spenden will, kann sich mal auf der offiziellen Homepage schlau machen: graystatemovie.com.

Star Trek Into Darkness

So, nach zwei „Geheimtipps“ ist es mal wieder Zeit für einen echten Blockbuster. Das Star Trek-Universum hat in den letzten Jahrzehnten einiges durchmachen müssen. Zu den wohl umstrittensten Eingriffen in das Heiligtum gehört sicher der/die/das Reboot von J.J. Abrams. Ich mochte den ersten Film irgendwie und ich bin mir sicher, dass ich auch was mit dem neuen anfangen kann. Der Trailer zu Into Darkness ist kurz und knackig: Ein abstürzendes Raumschiff, das aussieht wie die Enterprise, ein wasserstoffblondes Sternenflottenmäuschen, das panisch rumkreischt, und die Off-Stimme von Bösewicht Benedict Cumberbatch, die mächtig Ärger ankündigt . . . Buuuhhhh, ich zittere vor Spannung. Jetzt müssen wir uns nur noch drei Monate gedulden und schon geht’s los. Gibt sicher keinen Film mit viel Anspruch, aber ganz bestimmt auch keinen, bei dem man sich unnötig langweilt. Und die Gefahr ist ja heutzutage schnell gegeben. (Kinostart: 16. Mai 2013)

Kommentare

  1. meint

    Mal wieder eine exzellente Trailershow, Kompliment. Fünf wirklich sehenswerte Trailer, allesamt vielversprechende Filme. Vor allem Upside down und Gray State haben mir auf Anhieb gefallen. Hoffentlich klappt das mit der Finanzierung von Gray State und sie können die Qualität weiter auf dem hohen Concept Trailer-Niveau halten. Star Trek interessiert mich von den fünf Filmen am wenigsten, aber Benedict Cumberbatch scheint mir auf Anhieb die perfekte Besetzung als interessanter Bösewicht.

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