Suchmaschinen-Alternativen zu Google: Die Letzten ihrer Art

Acht gegen Goliath: Im großen Vergleich der verbleibenden Suchmaschinen treten die Letzten ihrer Art gegen Suchgigant Google an. Jede Suchmaschine hat verschiedene Stärken und Schwächen. Stellt sich die Frage: Ist auch ein David unter ihnen?

Gibt es noch Alternativen zur Suchmaschine von Google? Ja, gibt es. Aber viel entscheidender ist die Frage, ob sie auch etwas taugen. JUICED hat sie getestet und stellt euch im Folgenden die letzten verbleibenden Suchmaschinen vor.

Aktuelle Situation: Googles Marktanteile
Das Internet ist eine Google, war mein allererster Blogartikel über den Internetkonzern aus Mountain View. Rund viereinhalb Jahre später kostet eine Google-Aktie 785,37 Dollar, Rekordniveau. Google geht es derzeit gut – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Auf dem Suchmaschinenmarkt dominiert Google wie eh und je, seine Monopolstellung konnte der Konzern seit 2008 größtenteils halten oder weiter ausbauen. Weltweit hatte Google 2012 einen Marktanteil von 91,39 Prozent, wenn man Statista, dem deutschen Online-Portal für Statistik, glauben mag.* Größter Konkurrent: Microsofts Suchmaschine Bing mit unbedeutenden 3,42 Prozent. An dritter Stelle rangiert Yahoo! mit 3,35 Prozent.

In Deutschland liegt der Marktanteil von Google zwischen 80 und 96 Prozent, also je nach Quelle leicht unter oder über dem weltweiten Marktanteil. Zweiter ist derzeit erneut Bing mit immerhin sechs Prozent, gefolgt von T-Online und Yahoo! mit etwa 3,7 Prozent. Wobei T-Online bei der Suchmaschine auf Google setzt und Yahoo! auf Bing. So viel zur Anbietervielfalt.

Wie konnte es nur dazu kommen, mag sich nun manch einer fragen. Die ernüchternde Antwort liefert klick-it.de:

„Wir selbst sind dafür verantworlich, dass Google aktuell diese Monopolstellung inne hat. Das[sic] es nicht so sein muss zeigen andere Länder, wie beispielsweise die USA. Dort hat Google nur einen Marktanteil von ca. 66%.“


* Die Zahlen stammen von StatCounter, einem Analysetool für den Internetverkehr bzw. Datentraffic.

Die Letzten ihrer Art

Wirklich brauchbare Suchmaschinen-Alternativen gibt es leider kaum noch. Anfang 2009 habe ich elf Suchmaschinen im Vergleich vorgestellt, ein halbes Jahr später waren es nur noch neun. Mittlerweile sind davon gerade einmal sechs Suchmaschinen übrig geblieben – und wirklich alltagstauglich sind davon leider die wenigsten. Dafür gibt es drei neue Suchmaschinen im Test, die Potenzial haben.

Mit dem Vergleich will ich aufzeigen, ob eine – und wenn ja welche – Suchmaschine in der Lage sein könnte, Google adäquat zu ersetzen. Es geht also um nichts Geringeres als die von uns verwendete Standardsuchmaschine – und nicht um Spezialsuchmaschinen, die sich auf einzelne Bereiche wie Personen, Hotels oder Flüge spezialisiert haben. Letztere bleiben daher bei diesem Test außen vor.

Die Suchmaschinen im Vergleich:

  1. Bing
  2. Yahoo
  3. Ixquick
  4. Startpage
  5. DuckDuckGo
  6. Ecosia
  7. Exalead
  8. MetaGer
Im Detail erklärt: Auswahl der Beispiele zur Messung von Relevanz und Aktualität
Alle acht Suchmaschinen werden in verschiedenen Kategorien bewertet, wobei der Fokus klar auf den Tests zur Qualität der Suchergebnisse liegt. Daher habe ich mir fünf Suchbegriffe überlegt, mit denen Rückschlüsse auf die Qualitätsmerkmale Relevanz und Aktualität möglich sind:

  • Relevanzbegriff #1: Juiced (zweideutiges Thema): Nein, hier geht es nicht um Eitelkeit. „Juiced“ ist tatsächlich ein geeigneter Suchbegriff, da hier gut zu sehen ist, wie Suchmaschinen mit diesem Thema umgehen. Denn ursprünglich stand „Juiced“ für die 2006 und 2007 veröffentlichten Rennspiele „Juiced“ von Publisher THQ, die mindestens 90 Prozent der Suchergebnisse beanspruchen. Auf der anderen Seite gibt es noch Juiced.de. Aus der ehemals weltweit ersten Fanpage zum Rennspiel ist mittlerweile allerdings ein reichweitenstarker Mix aus Online-Magazin und Blog geworden, der seit 2008 mit hunderten von Artikeln auf sich aufmerksam macht. Wie sieht also die Top 10 der Suchmaschinen in diesem Fall aus? Wer macht das Rennen auf den vorderen Plätzen? [durchgeführt am 09.02.2013]
  • Relevanzbegriff #2: Krautreporter (Nischenthema): Bei Krautreporter handelt es sich um eine noch ziemlich junge Crowdfunding-Plattform speziell für Journalisten. Ihre Selbstbeschreibung auf der offiziellen Webseite: „Entdecke und unterstütze guten Journalismus – Krautreporter ist eine neue Finanzierungs-Plattform für journalistische Projekte.“ Die Frage bei diesem Nischenthema: Wie viele Ergebnisse findet die Suchmaschine? Und an welcher Stelle listet sie die seit kurzem online gegangene Hauptseite krautreporter.de? [durchgeführt am 09.02.2013]
  • Relevanzbegriff #3: Suchmaschinen Alternativen (inaktuelles Thema): Alternativen zu Google werden ständig gesucht. Woher weiß ich das? Seit 2009 rangiert mein Artikel über Suchmaschinen-Alternativen in den Top 10 bei Google – mehrere Monate lang davon an erster Stelle. Seitdem hat sich nicht viel getan am Suchmaschinenmarkt. Auch neue Artikel gibt es dazu (leider) kaum. Kurzum: Die Nachfrage ist vorhanden, das (aktuelle) Angebot jedoch nicht. Stellt sich also die Frage: Welche Treffer listen die Suchmaschine also bei diesem Suchbegriff mit veraltetem Angebot?
  • Aktualitätsbegriff #1: Annette Schavan (nationales Thema): Dass die Ex-Bildungsministerin Annette Schavan bei den Suchmaschinen gelistet ist, steht natürlich außer Frage. Aber ob die Suchmaschinen auch schon (Stand: 09.02.) ihren Rücktritt im Index aufgenommen haben – und wenn ja, wie weit vorne dieser gelistet wird? Das gilt es herauszufinden. [durchgeführt am 09.02.2013]
  • Aktualitätsbegriff #2: Schneesturm Nemo (internationales Thema): Der Schneesturm Nemo im Nordosten der USA ist ein ideales Beispiel für meinen Suchmaschinentest. Denn eine wichtige Frage hinsichtlich der Qualität von Suchmaschinen lautet: Wie sieht es mit einem völlig neuem Thema aus, das es bisher noch nicht gab? Welche Suchmaschine indexiert am schnellsten relevante Treffer zum Schneesturm? [durchgeführt am 09.02.2013]
  • Aktualitätsbegriff #3: Papst (globales Thema): Der Rücktritt kam sehr überraschend und dürfte in den nächsten Wochen zweifellos DAS Topthema sein (Vermutlich sehr zur Freude von Annette Schavan, die zwei Tage zuvor ebenfalls zurücktrat.). Doch wie schnell haben die Suchmaschinen auf diese Sensationsnachricht reagieren können? Ich habe acht Stunden später einen Vergleich durchgeführt und alle Suchmaschinen zeitgleich unter die Lupe genommen. [durchgeführt am 11.02.2013]

Ein Hinweis noch zur Anzahl der Suchergebnisse samt Uhrzeit: Die Suchergebnisse sind nicht immer exakt zur gleichen Zeit gemessen, sondern variieren zum Teil um einige Minuten. Auch variieren die Suchergebnisse von Nutzer zu Nutzer, abhängig von vielen Faktoren wie Standort, Cookies, eingeloggt etc. Die Zahlen sind also nur bedingt miteinander vergleichbar und dienen lediglich einem allgemeinen Eindruck. Außerdem kann man daran erkennen, wie schnell der Suchindex bei neuen Themen wächst und sich bei neuen Ereignissen erweitert.

Sicher ist der nun folgende Test subjektiv. Aber bildet euch doch einfach selbst ein Urteil über die Qualität des Tests und probiert die Suchmaschine ruhig einmal aus. Es ist wichtig, dass ihr euch eure eigene Meinung bildet und nicht unhinterfragt Testergebnisse übernehmt. Und die Suchmaschine, die sich für den einen ideal eignet, mag für den anderen völlig ungeeignet sein. Manche brauchen möglichst viele Ergebnisse zu komplexen wissenschaftlichen Themen, andere wiederum wollen stets Suchergebnisse mit tagesaktuellen Updates haben. Wieder andere stufen die Privatsphäre als das wichtigste Kriterium bei der Wahl ihrer Standard-Suchmaschine ein und manch einer mag vielleicht lieber den Regenwald retten und sein Gewissen beim Strom verschwenden (ja, jede einzelne Suchanfrage frisst Energie!) beruhigen. Die gute Nachricht: Für jeden von euch dürfte eine passende Google-Alternative dabei sein. Die schlechte Nachricht: noch. Denn wie lange es diese Alternativen geben wird, ist unklar. In den vergangenen Jahren jedenfalls wurden bereits zahlreiche Suchmaschinen eingestellt.

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen, welche Erfahrungen ihr bisher mit anderen Suchmaschinen gemacht habt und welche Suchmaschine nach diesem Test für euch am ehesten in Frage kommen könnte. Probiert es doch einfach mal aus. Es kostet zugegeben anfangs etwas Überwindung, nicht mehr die gewohnte Seite google.de aufzurufen. Aber es lohnt sich. Denn nur so können wir Googles Monopolstellung auf dem Suchmaschinenmarkt brechen und für eine gesunde Angebotsvielfalt sorgen.

Hier nun alle Google-Alternativen im Detail:

Bing [URL]

Bing-Suchschlitz

Im Detail

Bing-Startseite

  • Domain: bing.de, bing.com
  • Unternehmen: Microsoft (USA)
  • Online seit: Juni 2009
  • Marktanteil (weltweit): 3,42 Prozent
  • Name: kurz, einprägsam
  • Grundlage: eigene Suchmaschine
  • SSL: nein
  • Privatsphäre: gering
  • Geschwindigkeit: schnell bis sehr schnell
  • Filtermöglichkeiten: sehr gut (nach Sprache, Region; darüber hinaus gibt es bei Bing die Funktion, gezielt nach Bildern, Videos, Karten, News, sozialen Netzwerken und Shopping (Ciao) zu suchen.)
  • Treffer pro Seite: 10 (+ News und Bilder)
  • Optik: solide bis schön. Im Detail: Die Startseite von Bing sieht mit ihrem Hintergrundbild sehr schön aus. Alles andere ist sehr minimalistisch gehalten, ähnlich wie bei Google. Klickt man oben in der Menüleiste auf die Seite „Mehr“, gelangt man zu einer etwas lieblos gestalteten Übersicht an Bing-Suchmöglichkeiten.
  • Potenzial: hoch. Im Detail: Was den Marktanteil anbelangt, hat Bing großes Potenzial, weiter an Boden zu gewinnen. Grund dafür ist Microsoft: Das Unternehmen hat genügend Geld, um Bing als Standardsuchmaschine bei diversen Webseiten, Apps und Smartphones zu integrieren. Und wenn die Qualität der Suchergebnisse besser wird, könnten Nutzer von der wohl bekanntesten Alternative zu Google überzeugt werden und Bing treu bleiben.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: mittelmäßig bis gut. Juiced.de wird an erster Stelle gelistet, die restlichen Suchergebnisse sind solide. (1.860.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:01 Uhr; 1.970.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 14:52 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: mittelmäßig bis gut. Der erste Treffer ist allerdings schlechter als bei Google. (11.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:16 Uhr; 10.700 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 14:53 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig. Die meisten Suchergebnisse, einschließlich des ersten, sind von 2009 oder älter. Das liegt allerdings auch daran, dass kaum noch jemand über dieses Thema zu schreiben scheint.  (1.290.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:20 Uhr; 1.330.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 14:54 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: mittelmäßig bis gut. Die Ergebnisse von bing.com/news werden zwar oben angezeigt, auf der regulären Suchergebnisseite wird allerdings auf Seite 1 kein Treffer zu ihrem Rücktritt aufgelistet. (237.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:01 Uhr; 244.000 Ergebnisse, 18:46 Uhr; 186.000 Ergebnisse, 22:26 Uhr; 157.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 14:55 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: gut. Das älteste Ergebnis auf der Startseite ist gerade einmal 47 Stunden alt. Auch wenn Google hier nochmal deutlich besser ist, ist das Ergebnis durchaus passabel. (68.500 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:07 Uhr; 210.000 Ergebnisse, 21:17 Uhr; 338.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 14:56 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: mittelmäßig. Einmal mehr rettet bing.com/news der Suchmaschine die notwendige Aktualität. Ganz oben als großer Aufmacher ist ein Bild des Papstes zu sehen, daneben die Schlagzeile „Papst Benedikt XVI. tritt zurück – Konklave vor Ostern“. In der restlichen Top 10 taucht die Meldung vom Papst-Rücktritt noch nicht auf, dafür gleich zwei Einträge von „ebm-papst – Energiesparende Ventilatoren und Motoren“ – da hat wohl jemand beim Suchmaschinenoptimieren ganze Arbeit geleistet. (2.710.000 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; 2.650.000 Ergebnisse; Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Bing ist eine gute Suchmaschine – mehr aber auch nicht. Um Google ernsthaft nachhaltig Konkurrenz zu machen, braucht Microsoft kein großes Werbebudget, sondern zunächst einmal bessere Qualität bei den Suchergebnissen. Denn hier hinkt Bing im Vergleich zu Google doch noch eine ganze Ecke hinterher. Ich selbst habe Bing mehrere Wochen lang ausgiebig im Alltag benutzt, um es dann wieder enttäuscht aufzugeben. Denn bei Bing fand ich zu häufig nicht auf Anhieb das, wonach ich suchte. Im Vergleich dazu lieferte Google tatsächlich bessere Suchergebnisse.

Yahoo! [URL]

Yahoo-Suchschlitz

Im Detail

Yahoo-Startseite

  • Domain: yahoo.de, yahoo.com, de.yahoo.com, de.search.yahoo.com
  • Unternehmen: Yahoo! (USA)
  • Online seit: März 1995 (seit Februar 2009 Bing)
  • Marktanteil: 3,35 Prozent
  • Name: bekannt, kurz, einprägsam
  • Grundlage: Bing
  • SSL: nein
  • Privatsphäre: gering
  • Geschwindigkeit: schnell
  • Filtermöglichkeiten: gut (nach Sprache, Zeit; darüber hinaus gibt es bei Yahoo! noch die Funktion, gezielt nach Bildern, Videos, Nachrichten, lokale Suche, Shopping, Antworten (Clever) und omg zu suchen.)
  • Treffer pro Seite: 10 (+ News + Bilder)
  • Potenzial: gering. Im Detail: Dass Yahoo! auf die Suchergebnisse von Bing zurückgreift, gleicht in Prinzip einer Bankrotterklärung. Die Suche wird zwar noch als Service angeboten, stellt aber aktuell kein Kerngeschäft oder Zukunftsmodell mehr dar. Sollte Yahoo! seine Meinung nochmal ändern und wieder in eine eigene vollwertige Suchmaschine investieren, stünden die Chancen nicht schlecht – vorausgesetzt die Qualität stimmt. Aber nach solch einem Umdenken sieht es bei Yahoo! derzeit nicht aus.
  • Optik: veraltet. Im Detail: Die Startseite von Yahoo! ist vollgestopft und unübersichtlich wie eh und je. Mittlerweile mutet das Design zudem sehr altmodisch an. Hier sollte Yahoo! dringend einmal ein Redesign vornehmen. Der Suchschlitz ist zwar prominent am oberen Seitenrand, aber der Blick fällt zunächst auf die aktuelle Top-Nachricht im mittleren Seitenbereich. Deutlich schöner und übersichtlicher sieht die Suchseite http://de.search.yahoo.com/ aus. Aber von dieser Seite muss man erst einmal wissen. Die Suchergebnisseite ist optisch mit Bing und Google vergleichbar, am oberen Seitenrand allerdings erneut zu vollgestopft.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: mittelmäßig bis gut. Bemerkung: Die Ergebnisse sind identisch mit Bing, da Yahoo! mittlerweile auf die Suchmaschine von Microsoft zurückgreift. Früher wurde wenigstens noch mit eigenen Algorithmen anders gerankt, mittlerweile ist das jedoch kaum noch der Fall. (1.950.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:28 Uhr; 665.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:08 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: mittelmäßig bis gut. Siehe Bing. (10.300 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:29 Uhr; 5.590 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:09 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig. Die ersten sechs Treffer sind mit Bing identisch, die anderen vier nur geringfügig verändert. Insgesamt zu veraltet.  (1.320.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:31 Uhr; 357.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:10 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: mittelmäßig. Ähnlich wie bei Bing werden zuerst die aktuellen Nachrichten angezeigt, aber unter den Suchergebnissen auf der ersten Seite findet man keinen Suchtreffer zu ihrem Rücktritt. (143.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:47 Uhr; 145.000 Ergebnisse, 18:35 Uhr; 151.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:10 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: gut. Die Suchergebnisse sind ähnlich wie bei Bing, nur die Reihenfolge ist etwas anders. Wie alt die Suchergebnisse sind, wird nicht angezeigt. (53.300 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:36 Uhr; 55.600 Ergebnisse, 21.17 Uhr; 53:900 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:12 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: mittelmäßig. Die ersten zehn Suchtreffer sind komplett identisch mit denen von Bing. Auch Yahoo! rettet lediglich die vorangestellte Nachrichten-Integration vor dem kleinen Debakel, nach acht Stunden immer noch keinen Hinweis auf den Rücktritt des Papstes zu listen. (2.740.000 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; 691.000 Ergebnisse; Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Yahoo! war rund zweieinhalb Jahre lang die Suchmaschine meiner Wahl (2008-2011). Anfangs empfand ich die Suchergebnisse sogar qualitativ besser als die von Google, da viele Spamseiten auf Google ihr Unwesen trieben und den Algorithmus schamlos ausnutzten. Da störte es auch nicht, dass Yahoo! meistens ein paar Treffer weniger fand. Das Relevante war dabei – und schneller auffindbar. Seit geraumer Zeit ist dieser Vorteil allerdings hinfällig. Gerade weil Yahoo! auf die Suchergebnisse von Bing zurückgreift, gibt es für mich keinen Grund mehr, Yahoo! zu benutzen. Im Vergleich zu Bing ist Yahoo! langsamer und die Startseite hoffnungslos überladen. Schade, was aus dieser einst so guten Google-Alternative geworden ist.


Eine kurze Information zu Ixquick und Startpage vorab: Startpage ist ein Ableger von Ixquick. Den Unterschied der beiden Suchseiten beschreibt Moritz Tremmel von Netzpolitik.org sehr schön:

Ixquick ist eine Metasuchmaschine, die die Anfrage an mehrere Suchmaschinen weitergibt und deren Ergebnisse auswertet. StartPage hingegen gibt die Suchanfrage direkt an Google weiter und gibt die Ergebnisse von Google aus.

Ixquick [URL]

Ixquick-Suchschlitz

Im Detail

Ixquick-Startseite

  • Domain: ixquick.de, ixquick.com
  • Online seit: 2000
  • Unternehmen: Surfboard Holding B.V. (Niederlande)
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: speziell, umständlich, verwirrend
  • Grundlage: Metasuchmaschine (Ein Mix aus den Ergebnissen mehrerer Suchmaschinen)
  • SSL: ja
  • Privatsphäre: sehr hoch
  • Geschwindigkeit: schnell
  • Filtermöglichkeiten: mittelmäßig (nach Zeit; darüber hinaus gibt es bei Ixquick noch die Funktion, gezielt nach Bildern, Videos und Telefonbuch zu suchen. Insgesamt deutlich weniger Optionen als bei Google und Bing.)
  • Treffer pro Seite: 10
  • Potenzial: mittelmäßig. Im Detail: Ixquick ist schon seit einigen Jahren eine zuverlässige Alternative zu Google – insbesondere für diejenigen, denen Privatsphäre, Datenschutz und Anonymität im Netz wichtig ist. Der Marktanteil jedoch konnte in der Zeit nicht nennenswert ausgebaut werden. Wenn Ixquick es schaffen sollte, bekannter zu werden, könnte es als Nischensuchmaschine auch für weitere Nutzer eine beliebte Anlaufstelle werden.
  • Optik: solide bis schön. Im Detail: Ixquick ist kein Design-Wunder, aber auch alles andere als altbacken oder anderweitig optisch abstoßend. Die Suchergebnisseite wirkt schön aufgeräumt, der blaue Farbverlauf am oberen Seitenrand sorgt für eine angenehme Ruhe. Damit wirkt die Seite optisch sogar noch einen Tick angenehmer als die von Bing.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: mittelmäßig. Bemerkung: Bei Ixquick ist Juiced.de auf Platz 1 und nicht der Wikipedia-Artikel zum Rennspiel Juiced. Dieser folgt erst an achter Stelle (zu spät), zuvor erscheint noch ein Wikipedia-Artikel von Acclaim auf Rang sechs, was definitiv hoffnungslos veraltet und deplatziert ist. Das geht definitiv besser. (Ungefähr 870.586 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:05 Uhr; Ungefähr 9.710 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:20 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: mittelmäßig bis gut. Die Suchergebnisse sind fast identisch mit Bing. Das heißt, dass vor allem der wichtige erste Treffer hier schlechter als bei Google ist. (Ungefähr 1.280 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:09 Uhr; Ungefähr 215 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:20 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: gut. Die Ergebnisse auf der ersten Seite sind eine bunte Mischung aus Google- und Bing-Suchergebnissen und im direkten Vergleich mit Microsofts Suchmaschine sogar noch einen Tick besser.  (Ungefähr 209.197 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:10 Uhr; Ungefähr 3.430 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:22 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: schlecht. Bei aktuellen Themen macht sich die fehlende News-Einbindung deutlich bemerkbar. Ixquick hat zum gleichen Zeitpunkt wie Bing, Yahoo! und Google lediglich ein aktuelles Ergebnis mit der Information des Rücktritts in den Top 10 (#6), rund zweieinhalb Stunden später sind es immerhin zwei Ergebnisse. (Anzahl Ergebnisse unbekannt, Stand: 09.02.2013; Ungefähr 3.309.046 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:23 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: schlecht bis mittelmäßig. Auch hier merkt man der Seite deutlich an, dass sie beim tagesaktuellen Geschehen nicht ganz mithalten kann. Die ersten zwei Ergebnisse sind zwar mit denen von Google identisch, aber danach wird es stark durchwachsen. Und die neuesten Informationen in Form von News gibt es bei Ixquick leider nicht. (Ungefähr 52.093 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:16 Uhr; Ungefähr 43.767 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:25 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: gut. Ixquick muss zwar bedauerlicherweise auf die News-Integration von Google, Bing und Yahoo! verzichten. Dennoch schafft Ixquick es, gleich drei Treffer zum Papst-Rücktritt in den Top 10 zu haben. Insgesamt ein gutes Ranking, die Treffer zu „emb-papst“ von Bing und Yahoo! Tauchen hier nicht auf. (Ungefähr 1.449.954 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; Ungefähr 414.973 Ergebnisse; Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Ixquick ist wohl eine der bekanntesten oder zumindest eine der besten Alternativen zu Google. Die Suchergebnisse sind insgesamt solide und für den deutschsprachigen Markt definitiv brauch- und verwendbar. Das größte Manko jedoch: Wer nach aktuellen Ereignissen sucht und die brandneuesten Informationen zu einem Thema finden möchte, sollte in dem Fall nicht auf Ixquick setzen. Hier sind Google oder Bing mit ihrer News-Integration die bessere Wahl.

Startpage [URL]

Startpage-Suchschlitz

Im Detail

Startpage-Startseite

  • Domain: startpage.com
  • Unternehmen: Surfboard Holding B.V. (Niederlande)
  • Online seit: 2006
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: unbekannt, blass, einprägsam
  • Grundlage: Google
  • SSL: ja
  • Privatsphäre: sehr hoch
  • Geschwindigkeit: schnell
  • Filtermöglichkeiten: mittelmäßig (nach Sprache, Zeit; darüber hinaus gibt es bei Startpage noch die Funktion, gezielt nach Bildern und Videos zu suchen. Insgesamt deutlich weniger Optionen als bei Google und Bing.)
  • Treffer pro Seite: 10
  • Potenzial: mittelmäßig. Im Detail: Startpage hat im Vergleich zu Ixquick zunächst einmal den Vorteil, dass der Name deutlich besser ist. Jetzt muss noch die dazugehörige .de-Domain her. Die Qualität der Suchergebnisse stimmt aufgrund der Grundlage von Google. Was Startpage fehlt, ist vermutlich eine aufwendige Werbekampagne oder ein anderer Marketinggag, um bekannter zu werden. In derzeitiger Form fristet die Suchmaschine nämlich ein zu vernachlässigendes Nischendasein unter den Suchmaschinenanbietern. Zu unrecht.
  • Optik: solide bis schön. Im Detail: Die Optik von Startpage ist nahezu identisch mit Ixquick. Insgesamt also sehr positiv. Der Hinweis „enhanced by Google“ mutet für Google-Gegner, -Kritiker und -Skeptiker vermutlich weniger schön an, ist aber nur ein Detail. Ansonsten: siehe Ixquick.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: gut. Bemerkung: 9 von 10 Treffern sind völlig identisch mit Google, da bei Startpage die Suchergebnisse direkt von Google kommen. (Ungefähr 805.416 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:37 Uhr; Ungefähr 866.979 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:27 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: gut bis sehr gut. Auch hier macht sich die Qualität der Google-Suchergebnisse bemerkbar. Erneut sind 9 von 10 Treffern mit denen von Google übereinstimmend. Einziges Manko: Das aktuellste Suchergebnis via Google News ist nicht dabei. (Ungefähr 4.819 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:37 Uhr; Ungefähr 8.710 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:29 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig bis gut. Auch hier sind die Ergebnisse mit denen von Google identisch, diesmal sogar alle 10. Lediglich die ersten beiden Plätze sind bei Startpage und Google anders – bei Startpage mit dem aktuelleren Ergebnis auf Platz 1.Die ersten sechs Treffer sind zudem identisch mit Bing, die anderen vier nur geringfügig verändert. Insgesamt zu veraltet.  (Ungefähr 213.721 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:40 Uhr; Ungefähr 215.139 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:29 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: mittelmäßig bis gut. Bei der Suche nach Informationen zum Rücktritt von Annette Schavan listet Startpage auf der ersten Seite nur zwei von zehn Treffern auf, die bereits mit dem Rücktritt zu tun haben. Hier wird deutlich, dass Google News ein mächtiges Tool ist, um bei aktuellen Ereignissen stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben. (Ungefähr 575.376 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 22:23 Uhr; Ungefähr 575.890 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:30 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: gut bis sehr gut. Die Suchergebnisse sind 1:1 identisch mit denen von Google, was auch in diesem Fall sehr gut ist – denn dadurch sind sie aktueller als die von Bing und Yahoo!. Dennoch fehlt auch hier die  Integration von Google News für die aktuellsten Neuigkeiten. Aber bei Artikeln, die allesamt gerade einmal zwischen vier und 16 Stunden alt sind, fällt das wohl kaum ins Gewicht. (Ungefähr 87.094 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 22:32 Uhr; Ungefähr 397.284 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 15:31 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: sehr gut. Bis auf den Wikipedia-Artikel auf Rang 1 sind alle anderen Ergebnisse Meldungen zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Was die Aktualität anbelangt, ist das ein exzellentes Ergebnis – Google sei Dank.  (Ungefähr 1.279.460 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; Ungefähr 530.950 Ergebnisse; Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Startpage ist durch die Google-Suchergebnisse derzeit die wohl beste Google-Alternative. Denn hier bekommt man eine ähnlich hohe Qualität und eine insgesamt durchaus passable Aktualität. Wer die neuesten Eilmeldungen lesen möchte, geht ohnehin direkt zu den Nachrichtenseiten oder sozialen Netzwerke und nicht auf Google (Ausnahme Google News). Aus meiner Sicht ist Startpage ein guter Kompromiss zwischen brauchbaren Suchergebnissen und größtmöglichem Schutz der Privatsphäre. Kurzum: Startpage hat einen hohen Nutzwert und ist daher sehr empfehlenswert.

DuckDuckGo [URL]

DuckDuckGo-Suchschlitz

Im Detail

DuckDuckGo-Startseite

  • Domain: DuckDuckGo.de, DuckDuckGo.com
  • Unternehmen: DuckDuckGo (USA)
  • Online seit: September 2008
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: originell, witzig, zu lang
  • Grundlage: Such-APIs (z.B. Yahoo! Search BOSS)
  • SSL: ja
  • Privatsphäre: sehr hoch
  • Geschwindigkeit: mittelmäßig bis schnell
  • Filtermöglichkeiten: schlecht (DuckDuckGo bietet die Möglichkeit, per Dropdown-Menü nach Ort, Datum und sieben externen Diensten zu filtern. Zudem gibt es die DuckDuckGoodies, mit denen man zahlreiche zusätzliche Suchfunktionen geboten bekommt. Diese sind vergleichbar mit Googles Suchtricks und Abkürzungen wie site:, filetype: und anderen nützlichen Suchkniffen.)
  • Treffer pro Seite: – (automatisch nachladend)
  • Potenzial: mittelmäßig. Im Detail: DuckDuckGo klingt witzig und sieht modern aus – aber das reicht noch lange nicht, um ein ernsthafter Google-Konkurrent zu sein. In den USA mag die Qualität der Suchergebnisse vielleicht schon besser sein, aber in Deutschland hat DuckDuckGo hier noch viel Luft nach oben. Immerhin scheint die Suchmaschine bei vielen deutschsprachigen Nutzern – zumindest was das Image anbelangt – schon gut angekommen zu sein. Das Potenzial ist daher durchaus vorhanden. Die Frage ist, wie schnell sie die Qualität der Suchergebnisse für die unterschiedlichen Sprachen und Länder verbessern können. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre es, auch per dukgo.com/.de erreichbar zu sein, zumindest die .com-Domain gehört ihnen ja schon. Da viele Nutzer nach wie vor jedes Mal die komplette URL eintippen, würde DuckDuckGo mit der URL dukgo die Einstiegshürde für viele Gelegenheitsnutzer deutlich senken.
  • Optik: schön. Im Detail: Die Startseite sieht erfrischend anders aus, obwohl sie ähnlich wie Google sehr schlicht gehalten ist. Die Suchergebnisse werden mit Favicon angezeigt, was durchaus hilfreich bei der Orientierung nach bekannten Webseiten ist. Auch das rot umrahmte Suchfeld am oberen Bildschirmrand weiß zu gefallen. Insgesamt die derzeit modernste und schönste Suchmaschine.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: sehr gut. Juiced.de auf Platz 1, der deutschsprachige Wikipedia-Artikel zum ehemaligen Rennspiel auf Platz 2 – aus meiner Sicht ist das die bisher beste Rangliste mit den beiden wichtigsten Treffern ganz vorne. Weder Google noch Bing haben das geschafft. Top! (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:17 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: schlecht. Im Vergleich mit den anderen Suchmaschinen liefert DuckDuckGo hier das schlechteste Ergebnis ab. Ein Link zur Hauptdomain Krautreporter.de kommt hier ebenso wenig vor wie ein Direktlink zur Übersichtsseite des Blogs. Das geht deutlich besser. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse; Stand: 11.02.2013, 11:36 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig. DuckDuckGo hat erneut ähnliche Suchergebnisse wie Bing, allerdings ein klein wenig anders sortiert. Dadurch wird es auch nicht besser, aber auch nicht schlechter. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse; Stand: 11.02.2013, 11:39 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: schlecht bis mittelmäßig. Der Rücktritt von Annette Schavan hat DuckDuckGo noch nicht erreicht. Da die ersten Treffer ansonsten aber recht gut sind, ist DuckDuckGo hier prinzipiell alles andere als schlecht. Wer jedoch aktuelle Treffer sucht, sollte besser woanders suchen. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:18 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: mittelmäßig. Genauso wie bei Ecosia sind die Suchergebnisse ähnlich denen von Bing, die ersten drei Plätze identisch. Damit sind die Suchergebnisse im Prinzip okay, allerdings hat Bing mit der News-Integration hier einmal mehr die Nase vorne, was die Aktualität anbelangt. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:19 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: schlecht. Wie, der Papst ist zurückgetreten? DuckDuckGo hat davon noch gar nichts mitbekommen. Obendrein listet die Suchmaschine „ebm-papst – Energiesparende Ventilatoren und Motoren“ gleich an zweiter Stelle. Auch die weiteren Suchergebnisse sind stark durchwachsen. Insgesamt das zweitschlechteste Ergebnis im Vergleich mit den anderen Suchmaschinen. (2.710.000 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr)
  • Fazit: DuckDuckGo wird häufig als DIE Google-Alternative genannt, auch in Deutschland. Aus deutschsprachiger Sicht jedoch zu unrecht. Denn die Suchergebnisse können bislang nicht überzeugen. In den vergangenen Monaten wurde ich immer wieder von Leuten auf DuckDuckGo hingewiesen oder nach meiner Meinung dazu gefragt. Wirklich alltagstauglich ist die Suchmaschine jedoch nicht. Da kann auch der ansonsten so lobenswerte Schutz der Privatsphäre nichts daran ändern. Völlig inakzeptabel ist außerdem, dass Bilder, Karten und News einfach auf Bing oder Google Maps verweisen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Rausschmeißer.

Ecosia [URL]

Ecosia-Suchschlitz

Im Detail

Ecosia-Startseite

  • Domain: ecosia.org, ecosia.de, ecosia.com
  • Unternehmen: Ecosia GmbH (Deutschland)
  • Online seit: Dezember 2009
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: solide, recht bekannt
  • Grundlage: Bing
  • SSL: nein
  • Privatsphäre: mittel*
  • Geschwindigkeit: mittelmäßig bis schnell
  • Filtermöglichkeiten: mittelmäßig (nach Zeit; darüber hinaus gibt es bei Ecosia noch die Funktion, gezielt nach Bildern, Maps und News zu suchen. Links zu zwölf externen Diensten werden ebenfalls angeboten. Insgesamt deutlich weniger Optionen als bei Google und Bing.)
  • Treffer pro Seite: 10
  • Potenzial: mittelmäßig. Im Detail: Ecosia wird ähnlich wie Ixquick und Startpage stets eine Nischensuchmaschine bleiben. Denn: Es greift bei den Suchergebnissen auf Bing zurück, hat also keine eigene Suchmaschine dahinter. Die Frage ist jedoch, welche von den noch existierenden Suchmaschine die größte Nische füllen kann. Hier hat Ecosia aufgrund des Umwelt-Imagebonus („Ecosia ist eine grüne Suchmaschine, die 80% ihrer Einnahmen für den Regenwaldschutz spendet.“) wohl die besten Chancen.
  • Optik: solide bis schön. Im Detail: Wer auf die Farbe Grün steht oder sich als Ökofan betrachtet, ist hier genau richtig. Die Farben sind harmonisch und die Designelemente sind gut aufeinander abgestimmt. Bei der Suchergebnisseite stört das als Hintergrundfarbe recht satte Grün bei einem breiten Bildschirm etwas, aber ansonsten wirkt alles sehr aufgeräumt.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: sehr gut. Die ersten sechs Plätze sind identisch mit den Ergebnissen von DuckDuckGo. Auch Ecosia kann hier voll und ganz überzeugen und listet Juiced.de auf Platz 1 sowie den deutschsprachigen Wikipedia-Artikel zum ehemaligen Rennspiel auf Platz 2. Top! (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:17 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: schlecht bis mittelmäßig. Das zweitschlechteste Suchergebnis zur jungen Crowdsourcing-Plattform Krautreporter. Ein direkter Link zur Hauptdomain taucht auf der ersten Seite gar nicht auf, der ansonsten prominente und wichtige Blog der Webseite wird erst an fünfter Stelle gelistet. Das haben die anderen Suchmaschinen deutlich besser hinbekommen. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse; Stand: 11.02.2013, 11:36 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig. Die Suchergebnisse ähneln denen von Bing – mit betterandgreen an zweiter Stelle. Das geht insgesamt in der Tat better, aber wirklich schlecht ist das Ergebnis auch nicht. Man spürt deutlich, dass anscheinend schon seit geraumer Zeit nichts Relevantes über dieses Thema geschrieben wurde. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse; Stand: 11.02.2013, 11:39 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: schlecht bis mittelmäßig. Lediglich ein Treffer zum Rücktritt in den Top 10 Suchergebnissen? Das ist zu wenig. Auch die News-Suche links enttäuscht und liefert kaum aktuellere Suchergebnisse. Die restlichen Ergebnisse sind ähnlich wie bei DuckDuckGo solide. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:18 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: mittelmäßig. Die Suchergebnisse sind absolut identisch mit denen von Bing, was in dem Fall nicht schlecht ist. Allerdings merkt man deutlich, dass die Bing News-Anzeige auf der ersten Seite fehlen. Wer also unbedingt die aktuellsten Ergebnisse aufgelistet bekommen möchte, wird hier nicht glücklich werden. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:19 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: schlecht. Die Suchergebnisse sind genauso wie bei Yahoo! völlig identisch mit denen von Bing. Leider ist in den Standardergebnissen bei Bing  der Papstrücktritt noch nicht angekommen. Und da Ecosia die direkte(!) News-Integration fehlt, erfährt man auf der ersten Seite zunächst einmal nichts vom Rücktritt des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche. Auch die folgenden Seiten enthalten keinen Hinweis zum überraschenden Rücktritt des Papstes. (keine Angabe zur Anzahl der Suchergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr)
  • Fazit: Die Suchergebnisse von Ecosia sind sehr durchwachsen. Von schlecht bis sehr gut ist alles dabei, meist ist die Qualität der Treffer mittelmäßig. Und so fällt auch das Fazit aus: Ecosia ist eine solide Suchmaschine ohne überragende Stärken. Wer also gerne mit seinen Suchen den Regenwald retten möchte, kann ruhig weiterhin Ecosia nutzen.

* „Laut Ecosia werden alle benutzerrelevanten Daten innerhalb von 48 Stunden gelöscht. Zudem versichert Ecosia, dass Suchanfragen nicht analysiert und Benutzerdaten nicht weiterverkauft werden. Jedoch ist Ecosia vertraglich verpflichtet, den Partnern Bing und Yahoo die IP-Adresse und Browserinformationen des Suchenden zu übermitteln.“ (Quelle: Wikipedia)

Exalead [URL]

Exalead-Suchschlitz

Im Detail

Exalead-Startseite

  • Domain: exalead.com/search/
  • Unternehmen: Dassault Systèmes (Frankreich)
  • Online seit: 2004
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: undefinierbar, sperrig
  • Grundlage: eigene Suchmaschine
  • SSL: nein
  • Privatsphäre: gering
  • Geschwindigkeit: mittelmäßig
  • Filtermöglichkeiten: mittelmäßig (nach Seitentyp, nach Dateityp, nach Sprache; darüber hinaus gibt es bei Exalead noch die Funktion, gezielt nach Bildern, Videos und Wikipedia zu suchen. Insgesamt deutlich weniger Optionen als bei Google und Bing.)
  • Treffer pro Seite: 10 (+ News)
  • Potenzial: gering. Im Detail: Hand aufs Herz: Wer von euch hat bisher schon mal von Exalead gehört? Und wer von denen hat Exalead auch schon mal benutzt? Und wer von denen mehr als einmal? Ich selbst habe Exalead bis auf einige wenige Tests im Alltag noch nie benutzt – und habe es auch nicht vor. Wenn nicht etwas Spektakuläres geschieht, sehe ich keinen Grund, wieso diese Suchmaschine ernsthafte Chancen auf dem deutschen Suchmaschinenmarkt haben sollte. Der Name ist umständlich, das Interface bisher nur auf Englisch und Französisch verfügbar und die Suchergebnisse bisher alles andere als überzeugend.
  • Optik: solide. Im Detail: Die Startseite ist alles andere als schön, nur getoppt von Yahoo!. Die Suchergebnissseiten sehen mit dem Vorschaubild der Ergebnisse zwar angenehm aus und die Filtermöglichkeiten am rechten Seitenrand optisch ansprechend. Das Logo oben links weiß allerdings alles andere als zu überzeugen.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: mittelmäßig bis gut. Die Suchergebnisse sind völlig anders als bei den anderen Suchmaschinen, aber gar nicht mal schlecht. Juiced.de ist an erster Stelle und ansonsten findet Exalead viele weitere Treffer. Aber: Auch hier ist der Wikipedia-Artikel zu Juiced nicht auf der ersten Seite dabei. (495.599 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:17 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: schlecht. Die ersten drei Treffer sind die wichtigsten. Und hier versagt Exalead komplett. Krautreporter.de ist bis auf einem Link zu „Presse“ auf der ersten Seite nicht vertreten. Schlicht inakzeptabel. (1.393 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 11:47 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: schlecht. Auch bei diesem Suchbegriff versagt Exalead vollständig. Die Ergebnisse sind zwar völlig anders (wer also auf der Suche nach alternativen Suchergebnissen ist, ist hier völlig richtig) – aber größtenteils auch völlig unbrauchbar. Kurzum: ein Totalausfall.  (80.398 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 11:48 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: mittelmäßig bis gut. Den „News“ sei Dank – aufgrund der ersten drei News erfährt man bei Exalead auf Anhieb vom Rücktritt Schavans. Ansonsten enthält die erste Seite noch keinen Hinweis zum Rücktritt. Die Suchergebnisse machen einen soliden Eindruck. (166.198 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:37 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: schlecht bis mittelmäßig. Im Vergleich zu den anderen Suchmaschinen fällt auf, dass es vergleichsweise wenig Suchergebnisse sind. Wobei knapp 10.000 immer noch ausreichen sollten, um sich umfassend genug über den Schneesturm „Nemo“ informieren zu können. Allerdings sind die Suchergebnisse bis auf die drei News (Spiegel, Welt, Focus) dermaßen schlecht, dass es wirklich erschreckend ist. News.ch an erster Stelle? dewezet.de, ad-hoc-news.de, goslarsche.de, unternehmensauskunft.com, bbv-net.de, tagblatt.ch, sonntagszeitung.ch und zum krönenden Abschluss auch noch blick.ch als letztes Ergebnis auf der ersten Seite? Geht gar nicht. (9.569 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 22:32 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: schlecht. Aufgrund der spartanischen News-Integration oberhalb der Suchergebnisse könnte der Nutzer etwas vom Papst-Rücktritt erfahren. Ansonsten ist auch bei Exalead noch nichts davon in den Suchergebnissen angekommen. Interessant sind die vier doppelten Suchergebnisse auf der ersten Seite, die kaum Vielfalt gewähren und mit bildblog.de auf den Plätzen 3 und 4 aus meiner Sicht ein Totalausfall darstellen. Nichts gegen Bildblog – aber zum Papst gibt es nun wirklich relevantere Quellen. (23.088.713 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; 40.407.031 Ergebnisse, Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Exalead ist für den deutschen Markt in diesem Test vermutlich die schlechteste Suchmaschine. Die Qualität variiert je nach Suchbegriff sehr stark – ohne jedoch auch nur einmal so richtig überzeugen zu können. Wer aber zu einem Thema einmal völlig andere Suchergebnisse haben möchte, könnte mit Exalead durchaus Erfolg haben. Positiv aufgefallen sind jedoch die kleinen Vorschaubilder der Webseiten direkt neben dem Suchergebnis. Sehr praktisch sind die vielen und gut bedienbaren Filtermöglichkeiten am rechten Seitenrand. Aber entscheidend ist am Ende eben doch die Qualität der Suchergebnisse. Und hier kann Exalead wie bereits erwähnt nicht überzeugen.

MetaGer [URL]

MetaGer-Suchschlitz

Im Detail

MetaGer-Startseite

  • Domain: metager.de
  • Verein: SUMA-EV (Deutschland)
  • Betreiber: Leibniz Universität Hannover (Deutschland)
  • Online seit: Mitte 2005 (MetaGer2)
  • Marktanteil: <1 Prozent
  • Name: unbekannt, blass, aber einprägsam
  • Grundlage: Google
  • SSL: ja
  • Privatsphäre: ?
  • Geschwindigkeit: schnell
  • Filtermöglichkeiten: stark begrenzt (nach Sprache, Zeit; darüber hinaus gibt es bei Metager die Funktion, gezielt einzelne Suchmaschinen in die Suche zu integrieren oder davon auszuschließen. Diese sind nach deutschsprachigen Suchdiensten, wissenschaftlichen Suchmaschinen, Spezialsuchen, Produktsuchen und internationale Suchmaschinen unterteilt. Insgesamt gibt es weniger Filtermöglichkeiten als bei Google und Bing.)
  • Treffer pro Seite: alle (im Test: bis zu 188)
  • Potenzial: gering. Im Detail: MetaGer gibt es schon seit etlichen Jahren. Besonders viel hat sich dort aber aus meiner Sicht nicht getan. Vermutlich hat MetaGer aber auch gar nicht den Anspruch, ein nennenswerter Konkurrent zu Google & Co. zu sein. Eine Option als Zweitsuchmaschine ist es aufgrund der hohen Integration an anderen Suchmaschinen allemal, mehr aber auch nicht. Da helfen auch die vielen Einstellmöglichkeiten auf der Startseite nicht weiter, die für den Durchschnittsuser zu umständlich und langwierig sind.
  • Optik: veraltet. Im Detail: Ähnlich wie Yahoo! ist die Startseite von MetaGer auf seine eigene Weise völlig überfrachtet. Viel zu viele verwirrende Textbausteine stören die Übersicht erheblich und das Suchfeld ist nicht prominent genug. Die Suchergebnisseite wirkt auf mich grauenvoll, aber das ist vielleicht auch Geschmackssache.
  • Hinweis: Die folgenden Tests wurden mit den Standardoptionen durchgeführt.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: mittelmäßig. MetaGer listet zwar Juiced.de an erster Stelle, aber gleich danach kommt ein englischsprachiger Wikipedia-Eintrag zu „Juice“ (Saft). Auch die anderen Ergebnisse sind durchwachsen. Immerhin ist ein passender Eintrag zu Urban Dictionary dabei, der mir bei den anderen Suchmaschinen bislang noch nicht aufgefallen ist. (72 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:23 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: gut bis sehr gut. Gleich die ersten beiden(!) Treffer verlinken auf die Hauptdomain, das erste Ergebnis sogar auf die SSL-verschlüsselte Seite. Gleich danach folgt Facebook und weitere Artikel über die junge Crowdsourcing-Plattform. Insgesamt ein durchaus gutes Suchergebnis, wenn nicht sogar das Beste im Test – wenn da nicht diese geringe Anzahl an Suchergebnissen wäre. Für meine Begriffe sind diese allerdings ausreichend. (45 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 21:37 Uhr; 42 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:23 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: schlecht. Hat MetaGer bei „Krautreporter“ noch überzeugen können, so versagt die deutsche Metasuchmaschine hier nahezu vollständig. Die ersten beiden Treffer verlinken auf zwei zu dieser Thematik irrelevante Wikipedia-Artikel, insgesamt sind zu viele Ergebnisse der russischen Suchmaschine Yandex unter den 119 Treffern. Schade, das geht deutlich besser.  (119 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 12:03 Uhr; 116 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:24 Uhr)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: schlecht bis mittelmäßig. Die Suchergebnisse sind nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Nicht wirklich aktuell, aber auch nicht wirklich veraltet. Im Vergleich zu den anderen Suchmaschinen sind sie allerdings dann doch eher schlecht, vor allem der erste Treffer ist nicht der beste (was annette-schavan.de oder ihr Wikipedia-Eintrag wäre). Weiter hinten folgen dann Einträge zu ihrem Rücktritt (#30, 37, 53). (128 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:46 Uhr; 135 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:24 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: schlecht. Der erste Treffer ist noch okay, aber dann folgt viel Mist. Inklusive Link zu einer illegalen Filmseite im Netz und einem Wikipedia-Eintrag zu 1905 in den Top 5. Erst auf den hinteren Rängen folgen wieder bessere Suchergebnisse zum aktuellen Schneesturm. Das weiß man aber nur, wenn man sich diesbezüglich schon auskennt – was im Alltag bei einer Suche vermutlich eher nicht der Fall sein dürfte. (56 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 23:51 Uhr; 69 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:25 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: schlecht. Papstar? EBM Papst bei Conrad? Günstige Einwegverpackung? Absolut unverständlich, dass bei solch einem Suchbegriff drei Werbetreffer von Yahoo! auf den Rängen 1-3 angezeigt werden. Auch ansonsten sind die Suchergebnisse so richtig schlecht. Im Vergleich mit den anderen Suchmaschinen das schlechteste Ergebnis. (177 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; 188 Ergebnisse, Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Ähnlich wie Exalead kann MetaGer im Vergleich mit den anderen Suchmaschinen insgesamt nicht überzeugen. Die Suchergebnisse sind meist zu ungenau, was vielleicht am (zu) hohen Anteil der Yandex-Suchergebnisse liegt. Denn noch ist die russische Suchmaschine nicht für den deutschen Markt optimiert, sodass sie vielleicht auch bei MetaGer nicht standardmäßig in die Suchergebnisse einfließen sollte. An dieser Stelle jedoch eine positive Besonderheit der Suchmaschine: Auf der Startseite kann man die Suchdienste einzeln auswählen, bei denen MetaGer suchen soll. So kann man also problemlos Yandex rausfiltern und beispielsweise Twitter der Suche hinzufügen. Im Alltag ist das allerdings zu umständlich und dauert zu lange. Der Normalnutzer dürfte mit solchen Einstellmöglichkeiten völlig überfordert sein. So lobenswert ich das deutsche Projekt auch finde: qualitativ überzeugen kann es leider nicht. Wer jedoch alternative Suchergebnisse möchte, kann MetaGer als Zweitsuchmaschine ruhig eine Chance geben.

Google [URL]

Google-Suchschlitz

Im Detail

Google-Startseite

  • Domain: google.de, google.com
  • Unternehmen: Google Inc. (USA)
  • Online seit: September 1998
  • Marktanteil: 91,39 Prozent
  • Name: sehr bekannt, kurz, einprägsam
  • Grundlage: eigene Suchmaschine
  • SSL: standardmäßig: nein, eingeloggt: ja
  • Privatsphäre: sehr gering bis nicht vorhanden* (*sobald man bei YouTube, Gmail, Google+ oder anderen Google-Diensten eingeloggt ist)
  • Geschwindigkeit: sehr schnell
  • Filtermöglichkeiten: sehr umfangreich (Bilder, Maps, Shopping, Videos, News, Bücher, Places, Blogs, Diskussionen, Apps, Patente, Seiten auf Deutsch, Seiten aus Deutschland, Zeitraum, Ort etc. Gesondert zu erwähnen ist die spezialisierte Suche Google Scholar, mit der man gezielt nach wissenschaftlichen Artikeln suchen kann. [Alle Google-Produkte])
  • Treffer pro Seite: 10 (+ News + Bilder)
  • Potenzial: sehr hoch. Im Detail: Google hat die mit Abstand besten Chancen, auch noch über viele Jahre hinweg, unangefochtener Marktführer auf dem Suchmaschinenmarkt zu sein. Ein geschickter Schachzug von Google war es, den Stellenwert der Autoren innerhalb ihres sozialen Netzwerks Google+ in die Platzierung der Suchergebnisse miteinfließen zu lassen. Heißt: Je bekannter, beliebter und aktiver ein Redakteur auf Google+ ist, desto besser werden seine Artikel auf seiner Nachrichtenseite oder Blog im Vergleich zu den anderen Autoren gerankt. Wie stark sich das derzeit tatsächlich auf die Platzierung in den Suchergebnissen auswirkt, ist noch unklar. Aber man vermutet, dass es in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen wird. Und dadurch bindet Google wichtige Autoren fest an ihr Netzwerk Google+. Hinzu kommt, dass sie mit der Zusammenlegung der Daten von YouTube und anderen Diensten mit ihrem Kerngeschäft der Google-Suche über das wohl mit Abstand größte Datenmaterial über die Internetnutzer verfügen. Außerdem haben sie mit Google Scholar, Google Alerts, Google Maps, Google Chrome, Google Adsense und Google Analytics die perfekten Tools, um weitere Daten (fast) aller Internetnutzer zu bekommen. Zu guter Letzt arbeiten sie zielstrebig an weiteren innovativen Produkten wie Google Glasses, Google TV bis hin zu Google Car, dem selbstfahrenden Auto. Potenzielle Konkurrenten in wichtigen Kernbereichen werden häufig eingekauft, die Entwickler an Google gebunden und das Produkt eingestampft oder in Google integriert. Ernsthafte Konkurrenz ist da kaum möglich – und daher am ehesten noch von Microsoft zu erwarten.
  • Optik: schön. Im Detail: Google ist minimalistisch, übersichtlich, aufgeräumt, elegant, modern, angenehm. Die Reihe an positiven Adjektiven lässt sich noch lange fortführen. Das größte Erfolgsgeheimnis war anfangs auch ihre minimalistische Startseite, bei der es ausschließlich um die Suche ging. Yahoo! hat leider bis heute nicht daraus gelernt, Microsoft erst viel zu spät. Auch Lycos, Altavista (mittlerweile Yahoo!) und Fireball (Yahoo!-Ergebnisse), drei ehemaligen Konkurrenten, reagierten zu spät und spielen aktuell keine Rolle mehr. Zurück zur Optik: Google hat mit der blauen Farbe für die Überschriften und dem typischen Grünton für die URLs den Trend für die heutige Suchmaschinenoptik vorgegeben. Bing verwendet das gleiche Farbmuster, wenn auch dezent andere Farbwerte.
  • Relevanztest 1: Suche nach „Juiced“: gut. Google listet zwar nicht Juiced.de an erster Stelle, dafür die Wikipedia-Seite zum Rennspiel „Juiced“, was prinzipiell auch sinnvoll ist. Dass Juiced.de allerdings erst an vierter Stelle kommt, halte ich für zu spät. Cheats zum veralteten Rennspiel dürften weniger Relevanz haben, als Juiced.de. (Ungefähr 8.920.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:37 Uhr; Ungefähr 8.960.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:52 Uhr)
  • Relevanztest 2: Suche nach „Krautreporter“: sehr gut. Der erste Suchtreffer ist im Gegensatz zu Bing und Yahoo! besser – und gleich als zweites folgt die Hauptdomain. Mit dem Twitteracount und Facebookprofil von Krautreporter weist Google zudem eine stärkere Social Media-Gewichtung auf der ersten Seite auf. Interessant: Von der Gesamtanzahl her findet Bing mehr Seiten als Google. Aber wer durchforstet schon 10.000 Ergebnisse? (Ungefähr 8.560 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:29 Uhr; Ungefähr 20.200 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:52 Uhr)
  • Relevanztest 3: Suche nach „Suchmaschinen Alternativen“: mittelmäßig bis gut. Ähnlich wie Bing liefert Google ebenfalls veraltete Suchergebnisse zu dieser Anfrage. Immerhin: zwei Artikel der Top 10 sind von 2012, einer sogar von 2013.  (Ungefähr 1.770.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:43 Uhr; Ungefähr 1.350.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:53 Uhr;)
  • Aktualitätstest 1: Suche nach „Annette Schavan“: sehr gut. Sehr aktuelle Ergebnisse gemischt mit wichtigen Seiten im Netz über Annette Schavan auf der ersten Seite. Hier bekommt man einen guten Überblick. (Ungefähr 4.370.000 Ergebnisse, Stand: Stand: 09.02.2013, 18:02 Uhr; Ungefähr 6.150.000 Ergebnisse, 18:43 Uhr; Ungefähr 2.880.000 Ergebnisse, 22:25 Uhr; Ungefähr 8.140.000 Ergebnisse, Stand: Stand: 11.02.2013, 16:54 Uhr)
  • Aktualitätstest 2: Suche nach „Schneesturm Nemo“: sehr gut. Die Suchergebnisse sind hochaktuell, nicht nur die des News-Auszugs am Seitenanfang. Kein einziger Artikel ist älter als 13 Stunden, ein super Wert! (Ungefähr 131.000 Ergebnisse, Stand: 09.02.2013, 18:51 Uhr; Ungefähr 182.000 Ergebnisse, 21:17 Uhr; Ungefähr 5.420.000 Ergebnisse, Stand: 11.02.2013, 16:54 Uhr)
  • Aktualitätstest 3: Suche nach „Papst“: sehr gut. Wow. Dass Google schnell ist, wusste ich bereits. Aber dass Google so schnell ist, ist wirklich bemerkenswert. Neun der ersten zehn Treffer sind Artikel zum Papst-Rücktritt. Lediglich der erste Artikel verlinkt auf den Wikipedia-Eintrag des Papstes. Ob die schnelle Anpassung vielleicht sogar schon zu viel des Guten ist, weiß ich nicht genau. Aber sobald sich die erste Aufregung um den Rücktritt des Papstes gelegt hat, dürften sich auch die Suchergebnisse wieder normalisieren. Es ist jedenfalls beeindruckend zu sehen, wie schnell Google auf aktuelle Geschehnisse reagieren kann.  (Ungefähr 1.279.460 Ergebnisse; Stand: 11.02.2013, 19:54 Uhr; Ungefähr 16.300.000 Ergebnisse, Stand: 12.02.2013, 13:05 Uhr)
  • Fazit: Google liefert nahezu überall super Suchergebnisse ab. Egal, ob im Vergleich oder absolut betrachtet: Derzeit gibt es vermutlich keine Suchmaschine, die von der Qualität her mit Google mithalten kann.

Screenshots: Wie schnell ist der Papst?

Papst: Der Rücktritt des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche hat uns sicher alle überrascht. Für diesen Suchmaschinen-Vergleich war er das ideale Ereignis, um die Qualität der Suchmaschinen hinsichtlich ihrer Aktualität zu messen. Die Ergebnisse exakt acht Stunden nach der Bekanntgabe des Rücktritts im Überblick:

Geschwindigkeit: Die Bewertung der Geschwindigkeit basiert zum einen auf dem kostenlosen Full Page Test von Pingdom, der die Ladezeit einer Webseite misst und nach verschiedenen Kriterien bewertet. Zum anderen fließen meine subjektiven Erfahrungen mit den Suchmaschinen währen des dreitägigen Intensivtests und teilweise jahrelanger Erfahrung mit ein. Die Ergebnisse von Pingdom im Überblick:

Rückblick, Augenblick und Ausblick: Nicht gerade rosig

Rückblick

Mittlerweile als Google-Alternative irrelevant oder gar vollständig eingestellt sind snap.com, kartoo.com, mister-wong.de, search.wikia.com, metacrawler.de, jux2.com, quintura.com sowie das ambitionierte Suchmaschinenprojekt cuil.com von ehemaligen Google-Mitarbeitern. Also bis auf ixquick und clusty* alle Suchmaschinen, die ich im April 2009 noch als Google-Alternativen vorgestellt hatte. Hinzu kommen das Aus für mageleo.de und hulbee.de von meiner aktualisierten Auflistung im Dezember 2009. Auch die von zahlreichen Nutzern beliebte Suche auf Scroogle.org gibt es seit Anfang 2012 nicht mehr. Und das spannende Blind Search-Projekt ist ebenfalls Geschichte.

* Aus der Metasuchmaschine Clusty wurde mittlerweile Yippy. Für Deutschland optimierte Suchergebnisse gibt es allerdings nicht. Auch ist die Ladezeit sehr lang. Eine ernstzunehmende Alternative stellt die Suchmaschine in derzeitiger Form nicht dar. Dass sich das jemals ändern wird, ist zu bezweifeln.

Prozentuale Verteilung aller Besucher, die 2012 per Suchmaschine auf Juiced.de kamen:

Grafik
Suchmaschinen: Prozentuale Verteilung - Herkunft (Bild: Juiced.de

Augenblick

Derzeit führt kaum ein Weg an Google vorbei. Wer jedoch dem Internetkonzern seine Daten nicht ohne weiteres mitteilen möchte und trotzdem die Suchqualität von Google will, sollte ab sofort Startpage nutzen. Das ist der wohl beste Kompromiss und aus meiner Sicht daher auch eine absolute Empfehlung.

Ausblick

In naher Zukunft könnten Yandex und Baidu interessant werden. Yandex ist in Russland mit einem Marktanteil von 64 Prozent die Suchmaschine Nummer 1, Baidu mit 63 Prozent das Pendant in China. Im weltweiten Vergleich ist Baidu sogar die zweitgrößte Suchmaschine, Yandex rangiert nach Yahoo! an vierter Stelle.

In Südkorea, dem Land mit dem schnellsten privaten Internetzugang der Welt, rangiert Naver an der Spitze der Suchmaschinenanbieter. Die Suchmaschine der südkoreanischen NHN Corporation hat bislang jedoch keine Ambitionen gezeigt, in andere Länder zu expandieren und ähnlich wie Samsung, LG und Hyundai auch in der westlichen Hemisphäre für Furore zu sorgen.

Im Auge behalten sollte man DuckDuckGo und Blekko. Ersteres habe ich hier bereits getestet, Zweites ist eine Suchmaschine, die ein innovatives Konzept hat und unter anderem 2011 von Ashton Kutcher mit 200.000 US-Dollar unterstützt wurde (Die gesamte Investitionssumme belief sich Anfang 2011 auf 25 Millionen US-Dollar). Das muss zwar nicht viel heißen, zeigt aber, dass es noch weitere Unternehmensgründungen gibt, die sich ans Geschäft Suchmaschine wagen.

Eine Nische besetzt die am 15. Mai 2009 mit viel  Aufsehen gestartete Suchmaschine Wolfram Alpha. Die Suchmaschine des britischen Physiker und Mathematiker Stephen Wolfram setzte als erste Suchmaschine konsequent darauf, vollständig eingetippte Fragen zu beantworten. Auch komplexe Formeln und zahlreiche andere Berechnungen sind für Wolfram Alpha kein Problem. Wikipedia beschreibt die Suchmaschine wie folgt:

Anders als bei einer gewöhnlichen Suchmaschine ist das Hauptziel nicht das Auffinden von im Internet verfügbaren Fakten allein durch Suchstrategien, sondern die Verarbeitung von Fakten durch spezifische Algorithmen zu Ergebnissen. Wolfram Alpha ist demnach eine semantische Suchmaschine.

Diese Fähigkeit hat sich auch Apple zunutze gemacht und greift mit Siri gerne auf die Ergebnisse von Wolfram Alpha zurück. Die Suchmaschine verfügt über die derzeit wohl schönste Startseite aller Suchmaschinen und hält sogar einige Easter Eggs (versteckte Witze) bereit, wenn man die richtigen Fragen stellt.

Wenn man sich jedoch dem Suchmaschinenmarkt zuwendet, dürfte einem das Lachen schnell vergehen. Denn hier hat Google derzeit klar das sagen. Aber: Noch ist der Kampf gegen die Monopolstellung von Google nicht verloren. Entscheidend dabei ist, dass wir uns selbst jeden Tag aufs Neue bewusst machen, welche Suchmaschine wir für unsere alltäglichen Internetrecherchen nutzen und welche Konsequenzen das haben könnte. Es liegt also an uns – und zwar mit jeder einzelnen Suche.

Infografik: Suchmaschinen im Vergleich

Infografik - Suchmaschinen im Vergleich V1 - Stand Februar 2013 (Bild: Juiced.de)

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Über JUICEDaniel

Daniel ist Online-Journalist, Blogger, Webdesigner und leidenschaftlicher Fotograf. Er bloggt hauptsächlich auf JUICED.de über mediale und digitale Themen. Nebenbei erstellt er Webseiten für sich und andere und twittert gerne. [Alle Artikel]

Kommentare

  1. Danke für den Überblick. Ich benutze benefind.de. Da kann man nämlich auch noch verschiedene Werke mit unterstützen. Und man findet das meiste trotzdem. Und das ist zwar kein wirklicher Grund, aber bing hat immer richtig tolle Hintergrundbilder!!

  2. Benefind.de höre ich zum ersten Mal, danke für den Hinweis. Sieht mir nach einer Art Ecosia für Soziale(s) aus ;) Witziges Randdetail: Bei den Suchergebnissen von Benefind.de steht am unteren Bildschirmrand “powered by Yahoo”. Und Yahoo! wiederum greift bei seiner Suche mittlerweile auf Bing zurück. Bei den Angaben zum Datenschutz werden dann auch tatsächlich beide genannt:

    Damit wir unseren Nutzern Suchergebnisse auf gewohnt hohem Niveau präsentieren können, verwendet benefind die Suchtechnologien von Microsoft und Yahoo!. Zur Ausführung ihrer Suchanfrage wird diese im Zeitpunkt ihrer Suchanfrage an Microsoft und Yahoo! übermittelt.

    Was dabei aus meiner Sicht etwas schwammig formuliert ist, ist die Frage, ob dabei auch die in dem Moment gesammelten Nutzerdaten an Yahoo! und Bing weitergegeben werden. Auch zuvor ist mir nicht ganz klar, ob IP-Adressen nun gespeichert werden oder lediglich nicht in Verbindung mit den Cookies etc. gebracht werden.

    Bei Ecosia beispielsweise ist das viel klarer formuliert:

    Ecosia speichert bei jeder Suche begrenzt Informationen, die Ihr Browser zur Verfügung stellt. Das umfasst Ihre IP-Adresse, Browser-Typ und Browser-Sprache, das Datum und die Uhrzeit Ihrer Anfrage sowie ein oder mehrere Cookies. Die Vertragskriterien von Bing und Yahoo verpflichten Ecosia bei jeder Suchanfrage zur Weitergabe der IP-Adresse und des Browsertyps. Ecosia selbst löscht diese Daten direkt nach der Übermittlung.

  3. Torsten meint:

    als Standardsuche ist bei mir ecosia.de eingestellt (ahb zwischenzeitlich mal überlegt, häufiger duckduckgo zu benutzen, aber wie ich zumindest bei dir sehe, tun die sich ja quasi nix) . Bei bestimmten Sachen nutze ich aber google.de. Ich kann deine Testergebnisse für diese beiden daher bestätigen (leider). Nichts desto trotz reicht mir das aus.
    Ansonsten :thumbs up: für diesen extrem ausführlichen Test!

  4. Feine Übersicht, weg von den kommerzgeschwängerten … benefind.de kannte ich auch noch nicht.
    Es gibt für mich z.B. zwei wichtige Suchbegriffe “Hannover Herz”.
    Wenn ich die bei den Alternativen nicht unter den ersten zehn finde bin ich, autodidaktisch geprägt, enttäuscht …
    metacrawler.de macht da trotz der nur 12 Suchergebnisse eine Ausnahme, für mich zumindest …
    Mit Bloggebilden wie diesem hier sind Veränderungen, Korrekturen möglich !!

  5. @ Tosten: Duckduckgo ist im englischsprachigen Bereich sicher Ecosia überlegen, für deutsche Inhalte jedoch empfiehlt sich im Vergleich der beiden Suchmaschinen klar Ecosia – da es auf Bing zurückgreift. Ansonsten :thanks: für dein Lob! :)

    @ KChristoph: Ja, gerade bei solchen Suchbegriffen kann man auch gut die Qualität (vielleicht abseits der Aktualität) der Suchmaschinen erkennen. Sowohl was Indexierung als auch Gewichtung anbelangt, zwei sehr wichtige Kriterien. Da gerade ersteres bei metacrawler.de stark zu wünschen übrig lässt, habe ich diese Seite im Test außen vor gelassen und stattdessen die deutsche Metasuchmaschine metager.de getestet, die ich im Vergleich zu metacrawler.de noch einen Tick besser finde. Aber das mag zum Teil auch von Suchbegriff zu Suchbegriff unterschiedlich sein. Eine Suchmaschine, die überall am besten ist, gibt es ohnehin nicht.

  6. Eine Sache habe ich noch vergessen: Bei meinem 2009 veröffentlichten Artikel über Alternativen zur Suchmaschine Google gab es einige Kommentare mit weiteren mir bis dato unbekannten Suchmaschinen. Drei davon sind mittlerweile auch schon Geschichte: , http://www.tomsbay.de, http://www.alernia.de.

    Ansonsten noch erwähnt waren: http://test.jeroume.de, http://www.zeigma.de, http://www.heelp.de, http://www.searchve.com, http://kukuu.net – allesamt nett, aber nicht wirklich ernst zu nehmen. Letzteres hat allerdings mit dem Dualview-Splitscreen einen interessanten Ansatz, aber noch nicht konsequent genug ausgebaut. SearchVE gefällt mit der schlichten Oberfläche, allein die grünen URLs sind auf dem weißen Hintergrund einen tick zu hell und damit nicht besonders augenfreundlich.

    Das nur der Vollständigkeit halber per Kommentar “ergänzt”.

  7. da ixquick meine ip-adresse nicht speichert, ist es die suchmaschine meiner wahl.

  8. Ich finde Startpage nicht schlecht, weil man sich nicht wirklich im Vergleich zu Google umstellen muss, aber zumindest Datenschutz versprochen wird. Letzendlich ist es aber auch hier Vertrauenssache, ob es denn auch wirklich so zugeht, wie man es dem Surfenden verspricht.

    Allerdings muss ich zu Googles Verteidigung sagen, dass man die Suche auch dann verschlüsselt nutzen kann, wenn man nicht eingeloggt ist. In der Vergleichstabelle ist das so nicht ablesbar. Leider gelangt mein Hinweis auf HTTPS-Everywhere nicht durch den Spamdetektor.

  9. Das mit dem Spamdetektor lag an was anderem, also HTTPS-Everywhere ist ein Plugin, dass automatisch SSL-Verbindungen nutzt und daher oft nützlich.

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